BLEEP BLOOP Blog

2020-05-28

Mein Hello Fresh Eindruck nach 3 Monaten

Seit Anfang Februar besteht unsere Hauptmahlzeit des Tages aus den Zutaten und Rezepten, die uns von Hello Fresh geliefert werden. Es gibt Dinge, die mich stören und Dinge, die ich mag.

Ich hatte das starke Bedürfnis wieder zu Kochen und wollte dafür den Weg des geringsten Widerstands gehe. Philipp hatte gerade einen Hello Fresh Gutschein und so probierte ich das mal aus und habe es bis heute noch laufen: 5 Mahlzeiten pro Woche, für 2 Personen, inklusive Versand ca. 60€.

Weit entfernt von günstig, vor allem wenn ich bedenke, dass ich dafür eine ganze Weile den ganzen Einkauf für eine Woche bezahlt hatte, als ich das letzte mal wirklich viel kochte - und Hello Fresh nur eine Mahlzeit abdeckt.

Selber Kochen ist nunmal deutlich günstiger - dafür auch Aufwändiger. Das ist Common Sense. Aber Ziel war ja nicht günstig, sondern möglichst wenig Arbeit: kein Einkaufen und kein Rezepte überlegen. Und dafür ist Hello Fresh wirklich perfekt!

Ich bin jetzt nicht riesiger Fan, finde das Konzept aber gut. Aber nach etwa 3 Monaten sind sich die Gerichte dann doch immer relativ ähnlich. Zwischendurch gibt es wirklich gute und leckere Rezepte, aber auch oft die gut 10€ bei weitem nicht Wert. Die Verderblichkeitsvorgabe - also die vorgeschlagene Reihenfolge der Rezepte - ist häufig quatschig. Hatte es schon mehrfach, dass Gerichte mit Champignons oder Austernpilzen als letztes gekocht werden sollten… Lieber nicht. Und es ist deutlich mehr Müll.

Und eine Sache fehlt in irgendeinem Gericht auch sehr häufig. Das kann dann auch schonmal eine Hauptzutat sein und ist frustrierend, wenn man sich auf das Gericht besonders gefreut hat.

Kochen macht mir noch immer Spaß, aber jetzt wird mir das allmählich doch zu teuer. Um mich langsam wieder an eigene und Rezepte aus Kochbüchern und die notwendige Wochenplanung für den Einkauf zu gewöhnen, reduziere ich jetzt Hello Fresh erstmal auf 2-3 Gerichte.

Ist wirklich angenehm sich für ein paar Mahlzeiten wirklich gar keine Gedanken machen zu müssen, aber trotzdem kochen zu können.

Wertung: 4/5

© 2020 Nils Riedemann