BLEEP BLOOP Blog

2020-04-12

Durchgespielt: DOOM: Eternal

Doom 2016 ist einer meiner Lieblingshooter aller Zeiten und entsprechend freute ich mich auf den Nachfolger Doom: Eternal. Meine Erwartungen waren hoch, aber ich wäre auch schon zufrieden gewesen, wenn es einfach nochmal das gleiche gewesen wäre.

Und es ist alles was Doom 2016 war, multipliziert mit 10 und einer ordentlichen Dosis Adrenalin oben drauf.

Mehr Action, mehr Arena-Fights, mehr Damönen, mehr Gore, mehr zu Entdecken, mehr Meta-Humor, krassere Art Direction, mehr Sprungeinlagen, mehr… Story? Zugegeben, keine krasse ergreifende Story, aber es wird eine sehr umfangreiche und interessante Welt erschaffen - wenn man denn Lust hat sich die Texte durchzulesen.

Wenn man wirklich etwas zu meckern haben möchte, ist es der Anfang. Der fühlte sich beim ersten mal etwas merkwürdig an, weil das Ende von Doom 2016 nicht mit dem Anfang von Doom: Eternal zusammenpassen. Auf einmal ist die Erde voller Dämonen. Auf einmal ist man in einem Raumschiff. Was ist passiert? Erklärt einem am Anfang keiner so richtig.

Aber nach den ersten Encounten, war ich wieder vollkommen in Doom angekommen und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Ich fühlte mich wieder wie der fucking Doom Slayer, der sich unaufhaltbar durch Horden von Dämonen ballerte.

Dabei hat es den gewohnten knackigen Schwierigkeitsgrad. Nicht nur stumpfes geballer sondern man muss konstant in Bewegung bleiben, auf seine Munition achten, auf seine Health achten, auf sein Armor achten. Verschiedene Gegner haben verschiedene Schwachstellen. Bei dem hier muss ich auf das Teil schiessen, bei dem am besten mit dieser Waffe, oh da sind 4 von denen, schnell eine Eisgranate reinwerfen und mich in 2 Sekunden drum kümmern. Schnell die Ballista aufladen. Huch wo kommt denn auf einmal dieser Große dort her. Erstmal kurz weglaufen und Luft verschaffen und dabei ein paar Raketen in die Masse werfen.

Hach. SO GUT.

Wenn man einmal im Flow ist, hat man leichtes spiel aber passt man einmal nicht auf, bekommt man schnell Probleme. Und ordentlich auf den Sack. So liebe ich das und das Spiel wirkt nie unfair.

Ausser es kommt der Maurauder. Ich hasse den Maurauder und seinen dummen Hund!

Ich hasse dich! Fuck you! Aber ich liebe dich auch ein bisschen. Aber ich hasse dich!

Und alles was bei andere Shootern häufig keinen Spaß macht, wurde bei Doom: Eternal stumpf durch etwas spaßiges ersetzt:

Munition alle? Kleine Dämonen mit der Kettensäge zerschnetzeln. Fast keine Health mehr? Glory Kills! Armor? Einmal den Flammenwerfer in eine Gruppe von Dämonen reinhalten - eine Granate oder Raketenwerfer hinterher, zack Armor wieder zur hälfte voll. Einfach super cleveres Game Design.

Doom: Eternal hat es ausserdem geschafft, dass ich Spaß daran habe, bereits abgeschlossene Missionen nochmal zu spielen. Man behält nicht nur alle seine Skills und kann sich noch besser durch die Horden kämpfen, sondern kann auch noch cheats aktivieren, die in der Welt verstreut sind. zB: unendlicher Berserker Modus, unendlich Quad Damage usw. Und es gibt Herausforderungen, wie eine bestimmte anzahl Dämonen auf eine bestimmte Art und Weise in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Es sieht auch einfach so krass gut aus. Mehrfach blieb ich stehen und schaute mir einfach an, wie gut die Art Direction in diesem Spiel ist.

Und das Ganze ohne ein einziges mal den großartigen Soundtrack zu erwähnen, der für mich wieder das voraussichtliche beste Hybrid Metal Album der letzten und nächsten Jahre ist. Gerade wenn man denkt, dass der Soundtrack jetzt gar nicht mehr intensiver sein kann, kommt irgendein Super Heavy Demon um die Ecke und auch der Soundtrack treibt den Puls passend auf die Spitze.

Und jetzt werde ich mir erstmal alles mögliche an Behind The Scenes, Lore und co reinfahren, was es zu finden gibt und mir den Multiplayer Modus anschauen, den ich bislang komplett ausser Acht gelassen habe. Die Entwickler haben Seasons und sehr viel Replay Value geplant. Ich bin gespannt was es damit auf sicht hat und bin erstmal dem Slayer Club beigetreten.

10/10

© 2020 Nils Riedemann