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Angespielt: Valorant

Valorant ist das neue Hype Spiel von den League of Legends Entwickler Riot Games. Das auf den ersten Blick aussieht wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch.

Es ist derzeit in der geschlossenen Beta und Zugang bekommt man wenn man einige Stunden auf Twitch Valorant auf Kanälen angeschaut hat, die Drops aktiviert haben – und Glück hat einen solchen irgendwann zu bekommen. Zwischenzeitlich schauten 1,5 Millionen Menschen auf Twitch bei Valorant zu. 1,5 Millionen.

Sehr smarter move um Hype zu generieren, Werbung zu machen und den Spieler-Ansturm auf seine Server zu kontrollieren. Alles mit einem Hebel.

Immer wenn es die Chance auf Drops gab, hatte ich einen Stream laufen. Gestern schaute ich nach dem Aufwachen kurz auf mein Handy und sah die Notification, die ich mir im Falle eine E-Mail von Riot Games eingerichtet hatte, schaute nach und:

YEEESSS!!!

Auf den ersten Blick mag es wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch aussehen. Und ich hatte starke Bedenken ob das eher langsame pacing von Counter Strike mit Hero-Fähigkeiten wie bei Overwatch zusammenpasst.

Die Abilities sind sehr smart gewählt und ausbalanciert. Auch nach über 10 Runden fühlte sich kein Character irgendwie OP an und fühlt sich dabei kein Stück wie Overwatch an, dafür 100% wie Counter Strike, mit interessanten Twitsts hier und da.

Nicht nur der Spiel-Modus, bei dem man entweder eine Bombe (bzw. Spike) legen oder entschärfen muss. Alles, von der Steuerung, den Waffen, das Pacing und den Strategien, fühlt sich absolut wie Counter Strike an. Und dann gibt es eben noch die Abilities on Top und fühlt sich auf einmal sehr viel moderner, frischer und interessanter an. Der bunte overwatchige Art-Style ist auch absolut nach meinem Geschmack. Liebe so stilisierte Art-Styles ja sehr.

Dem Spiel merkt man auch an dass einige Ex-Counter-Strike Pro-Gamer an der Entwicklung des Spiels beteiligt waren. Viele Situationen fühlten sich wie Situationen an, wie man sie bereits in CS erlebte. Und es gibt einige kleine Abweichungen vom CS:GO Prinzip, bei denen ich „YES! SO VIEL BESSER!“ dachte.

Generell hat sich Riot einfach sehr genau angeschaut, was in den letzten 10 Jahren an guten Entwicklungen in competive FPS Spielen stattgefunden hat, hat das alles genommen und mit sehr viel Bedacht auf das CS-Prinzip angewendet.

Zum Beispiel der Runden Beginn: Man kann sich viel mehr auf der Map bewegen und beide Seiten können sich so weit nähern, dass sie häufig nur einen Raum voneinander getrennt sind – allerdings weit genug voneinander, dass man sich weder höhren noch sehen kann. Glaube ich.

Es gibt ein viel besseres Kauf-Menü, in dem alle Waffen auf einmal angezeigt werden, und bei Hover zusätzlich Stats zu der jeweiligen Waffe bekommt. Man kann Käufe rückgängig machen und mit einem Klick Team-Mates darum bitten, eine Waffe zu kaufen – die wiederrum auch nur einen Klick brauchen das zu tun.

Wie in z. B. in Overwatch, gibt es auch automatisierte Sprache. Wenn man also einen Gegner sieht, sagt der Charakter automatisch „Enemy spotted.“ oder auch „Many enemies spotted“. Es gibt ein Ping-System ähnlich wie bei Apex: Legends und Overwatch. Man kann sehr viel und sehr schnell kommunizieren ohne dabei auf Sprache angewiesen zu sein, was ich sehr begrüße, da ich den Sprachchat idR nur in Verbindung mit Leuten benutze, die ich kenne – und dann meistens auch nur über Discord.

Und natürlich darf heutzutage ein relativ komplexes Progressions-System nicht fehlen, um Banner und allerlei Kram freizuschalten. Aber natürlich gibt es auch Skins zu kaufen und da kann ein ganzes Set umgerechnet mal eben schlappe 55 € kosten. Und die Standard-Skins sind alle so generisch, dass die kaufbaren schon attraktiv sein werden. Die bisherigen fand ich leider eher tryhard und meh.

Denn irgendwie will und soll Riot ja auch Geld mit dem Spiel verdienen. Und lieber so, als mit Loot Boxen. Die Skins und freischaltbaren Dinge sind alle auch nur rein kosmetisch.

Bisher gibt es 3 Maps und jede fühlt sich sehr gut ausbalanciert an und jede hat etwas besonderes: 3 Bombspots, Teleporter, oder Seile. Sonst gibt es noch nicht so super viel Inhalt, dafür ist das, was jetzt da ist, super polished und rund.

Nach ein paar Runden, bei der die eine oder andere auch mal 45 Minuten dauerte, und etwa 8 Stunden Spielzeit bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mindestens eine 3 stellige Stundenzahl dieses Jahr in das Spiel stecken werde – was für meine Verhältnisse sehr sehr viel ist.

Ich fühle das Potential, dass Valorant der nächste große eSport Titel wird und freue mich jetzt schon darauf Turniere mit den großen Teams anzuschauen! Im Sommer soll es dann für released werden und ich bin auch sehr auf die Geschichte gespannt, die wohl ähnlich zu Overwatch und Fortnite mit Cinematics und In-Game-Events erzählt werden soll.