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Grafikkarte ausgetauscht. Fazit!

Gestern nach unserem Ausflug kam ganz überraschend doch schon meine neue Grafikkarte, die laut Tracking eigentlich erst Montag kommen sollte und ich baute sie am Abend dann auch direkt ein.

Große, sehr eindrucksvolle und hochwertige Verpackung.

Es war das erste Mal, dass ich eine Grafikkarte ausgetauscht habe. Also fragte ich den PC-Technik-Experten meines Vertrauens, Markus, ob ich was bezüglich der Treiber beachten müsse – da ich auch von Radeon zu GeForce wechselte. Am Ende gab er mir eine unmissverständliche Checkliste:

  1. Nvidia Treiber runterladen.
  2. DDU im abgesicherten Modus durchlaufen lassen und alles entfernen lassen.
  3. Alte Grafikkarte raus, neue Grafikkarte rein.
  4. Ohne Netzwerk booten.
  5. Nvidia Treiber aus 1. installieren.
  6. Mit Netzwerk booten.

Dieses DDU de-installiert den jeweiligen Grafikkarten-Treiber sauberer als man es mit den Windows-Tools machen kann, und löscht auch irgendwelche Registry sachen. Quasi so als hätte ich nie eine Radeon besessen. Ist kein offizielles Tool und sieht auch so aus.

Aber bevor ich das alles gemacht habe, wollte ich einen möglichst guten Vergleich haben und spielte kurz Beatsaber, wo nicht alle Effekte an waren und ich keine Aufnahmen mit OBS machen konnte, DOOM Eternal, wo die Grafik-Einstellungen manuell zwischen niedrig und mittel lagen und am Ende noch einmal 3DMark laufen lassen.

Ich habe leider vergessen von den Spielen Screenshots oder Videos zu machen und habe lediglich einen vom 3DMark Ergebnis. Ich gelobe Besserung in meiner Vorbereitung solcher Dinge!

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Das Ergebnis von 3D Mark vor dem Austausch der Grafikkarte

Der Wert ist für mich super nichtsaussagend, aber ein guter Vergleichswert, um hinterher sagen zu können, die neue Grafikkarte machte meinen PC XX% besser! Time Spy ist aber auch eine schöne Tech-Demo die stellenweise mit ca 14fps aber schon hart geruckelt hat.

Jetzt zum aufregenden Teil:

Der Austausch!

Also ging’s ran ans Werk! Treiber für die neue Karte runtergeladen, den alten mit DDU entfernt und Rechner heruntergefahren, vom Strom getrennt, alle Kabel ab und Gehäuse aufgemacht und natürlich die Heizung angefasst.

Ein Blick ins Gehäuse mit der alten Grafikkarte:

Klassische 1337-Gamer-Optik

Habe sie sehr vorsichtig rausgenommen und in die original Verpackung verstaut, da ich sie ja hoffentlich in 2 Monaten wieder einbauen werde, wenn das neue Gehäuse kommt – und damit nochmal ein Performance Upgrade, da dann auch eine CPU dazu kommt.

Ein Blick ins Gehäuse mit der neuen Grafikkarte:

Getreu dem Namen Black ganz in Schwarz. Auch die Platine ist Schwarz. Ich mag Schwarz. Sehr groß aber irgendwie elegant.

Hätte die Gelegenheit eigentlich auch mal nutzen können ein bisschen Staub aus dem Gehäuse zu entfernen. Nun. Aber so schlimm ist’s ja noch nicht!

Jetzt wurde es spannend! Alle kabel wieder ran, Strom an und zögerlich auf den Einschalter gedrückt..

Trommelwirbel

Es funktioniert! Also so gut wie es eben ohne Treiber funktioniert in schöner 1024×768 Auflösung – oder so. Also direkt den neuen Treiber installiert.

Sieht kaputt aus, muss aber so.

Im Anschluss noch letztes mal neustarten und diesmal auch mit angeschlossenem LAN-Kabel und dann direkt 3D Mark durchlaufen lassen.

Mir fiel fast die Kinnlade herunter. Wo vorher 14fps waren, waren nun ca. 60fps und dazu noch Effekte, die vorher einfach nicht da waren. Alles lief so unfassbar viel besser! Am Ende kommt allerdings bei 3D Mark immer ein CPU Test, der natürlich unverändert schlecht lief.

Das Ergebnis:

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Insgesamt über 3000 mehr! Fast das doppelte!

Beim GPU Test vorher 4019 Punkte und hinterher 9926. Also deutlich mehr als doppelt so gut! Und insgesamt fast das doppelte!

Also noch kurz Beatsaber angeschaut, alle Effekte auf maximum und eine Aufnahme in OBS gestartet (mit Hardware Encoding via nvenc). Wahnsinn. Ich dachte zwar dass BS vorher flüssig lief, aber jetzt ist es gefühlt jenseit der 60fps – und das ist für die Immersion in VR sehr, sehr wichtig.

Kurz darauf habe ich dann direkt Half Life: Alyx von vorne angefangen. Ich kann zwar dank meiner alten i5 CPU nicht auf max spielen, aber immerhin auf mittel – mit ein paar Einschränkungen – aber das wichtigste: es läuft flüssig. Ich habe einen neuen Spielstand gestartet, um mich wieder besser zurecht zu finden und einfach bis 02:15 nachts gespielt – ohne es wirklich zu merken. Wenn Mena mich nicht darauf hingewiesen hätte, dann hätte ich bbestimmt noch 2h oder so weitergespielt.

Aber ich hörte auf, und wenige Minuten später merkte ich dann, wie müde ich vom ganzen Tag eigentlich war. Den DOOM Eternal Vergleich habe ich also auf heute verschoben und jetzt gerade gemacht; und bin direkt wieder Baff: Alle Settings auf Maximum (ultra nightmare) und native Auflösung (2560 x 1440). Nichts ruckelt oder zuppelt. Super flüssig und über 100fps. Geil.

Fazit: ✭✭✭✭✭

Ich bin sehr happy mit der neuen Grafikkarte und freue mich jetzt noch mehr auf die neue CPU – voraussichtlich eine AMD Ryzen 7 3700X. Und kann jetzt endlich die Spiele spielen, die vorher sehr laggy waren – zB Rage 2. Bin für Spiele-Empfehlungen mit heftiger Grafik-Anforderung offen! Eigentlich alles ausser Battlefield/CoD.

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NZXT H1 + EVGA GeForce RTX 2070 SUPER BLACK GAMING

Nein, ich hatte keinen Schlaganfall. Das sind zwei Dinge, die ich gerade bei Alternate bestellte. Das H1 ist ein minimalistischen PC Gehäuse aus dem Hause NZXT. Der andere Teil ist eine Grafikkarte. Die haben ja schon immer super seltsam lange Namen gehabt. Ist vielleicht wie mit Teeblättern.

Mir war schon vorher klar, dass ich Half Life: Alyx mit meinem derzeitigen PC nur bedingt spielen kann und alle Einstellungen auf die niedrigstmögliche Stufe stellen muss. Aber selbst dann habe ich nur so 30fps. Höchstens. Und das macht mir in VR keinen Spaß.

Das hatte ich aber so halb erwartet und hatte mir schon vor der Bestellung der VR Brille einen PC zusammengestellt. Markus schwärmte von dem H1 Gehäuse, also schaute ich es mir an und stimmte in die Schwärmerei mit ein, nachdem ich den ersten Schock über den Preis überwand und verstand, dass ich dafür kein Netzteil und keine Kühlung brauche – die im Gehäuse bereits mit eingebaut ist. Stellt sich heraus, dass ich unbewusst fast den gleichen Build wie den 1400$ Gaming PC von Optimus Tech gebaut habe.

SO SCHÖN!

Eine Grafikkarte war auch schnell ausgewählt. Aber als sich mein PC wie erwartet als zu schwach auf der Brust erwies, war weder die Grafikkarte noch das Gehäuse vorrätig – und dank Corona auch unklar, wann sich das ändern würde.

Alle paar Tage schaute ich immer wieder bei Geizhals rein – so auch gestern mal wieder. Zwar ist beides noch immernicht auf Lager, aber die Grafikkarte sei in 2 1 Tagen lieferbereit und das Gehäuse kann man vorbestellen.

Für Anfang Juni. Nun.

Ich kann warten. Mit der neuen Grafikkarte sollte mein jetziger Rechner HL:A ohne packen und ich kann mir Gedanken um den Wert meines jetzigen PCs machen. Ein paar hundert Euro ist der sicherlich noch wert.

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Beat Saber, das erste mal Expert+

BeatSaber war für mich neben Half Life: Alyx ein Kaufgrund für eine VR Brille. Vor allem falls mein PC HL:A nicht packen sollte, war ich mir sicher, dass er auf jeden Fall BeatSaber packen wird.

HL:A läuft nicht so richtig gut aber BeatSaber läuft flüssig mit ca 60fps und seit der Anschaffung vor einigen Wochen habe ich spätestens alle 2-3 Tage eine Session BeatSaber hingelegt, jeweils ca 2×30 Minuten – manchmal weniger, manchmal auch täglich und dann eher entspannt und ohne darauf aus zu sein, Highscores zu knacken oder neue Level zu schaffen.

Den Song Pop Stars von KD/A liebe ich ja schon seit er veröffentlich wurde, und ist deswegen unüberraschend einer meiner go-to Songs in jeder BeatSaber-Session. Auf Hard hatte ich den Song auf Anhieb gepackt, für Expert brauchte ich ein paar Anläufe, schaffe jetzt aber eigetnlcih immer Rang S, wenn ich mich konzentriere – nur SS ist noch besser.

Der Sprung von Hard auf Expert ist schon enorm, und der Sprung von Expert auf Expert+ ist nochmal ein Stück größer. Und als ich’s am Anfang mal probierte musste ich loslachen und versagte nach wenigen Sekunden.

Für einige Moves müssen einfach erstmal Muskeln aufgebaut werden und diverse wiederkehrende Moves in Muscle-Memory umgewandelt werden, Hand-Augen Koordination und auch Kondition aufbauen, da man eigentlich keine wirkliche Pause in den Songs bekommt. Und wenn man nicht aufpasse, könne man sich da durchaus auch verletzen; zumindest laut Internet.

Da ich nun die meisten der älteren Songs problemlos auf Expert schaffe, und viele der neuen auf Hard, wollte ich mich an die nächste Stufe herantasten: meinen Lieblingssong auf Expert+.

Also probierte ich es erst mit dem Übungsmodus auf 75% der Geschwindigkeit bis ich’s schaffte, dann 80% und dann 100%. Bei letzterem war ich froh, wenn ich über das Intro hinweg kam, weil ich dann eigentlich auch immer den Refrain schaffte und das deutlich weniger frustrierend war als nach 30 Sekunden das Level neustarten zu müssen. Aber danach kommt der Rap-Part und der ist mies und die darauffolgenden Refrains werden immer schwieriger.

Samstag habe ich nach einigen Anläufen den Song fast geknackt. Aber nur eben nur fast und ich merkte, dass ich an der Grenze meines Könnens war, Kondition und Geschwindigkeit haben dann auch nachgelassen und ich hörte auf. Aber der Gitarrist in mir wusste: jetzt aufhören und in 2-3 Tagen nochmal versuchen. Dann klappt’s bestimmt. Irgendwas mit Synapsen und Muskeln und so.

UND RECHT HATTE ER:

GESCHAFFT! FUCK YES!

Selten war ich auf einen Video-Spiel Erfolg so stolz, und meine Begeisterung für BeatSaber ist damit nochmal um ein weiteres gewachsen. Ich liebe dieses Spiel, das mich jedes mal zum schwitzen bringt und jedes mal ein kleines Stückchen besser macht. Meiner Apple-Watch gefällt das – und ich merke, wie sich das regelmäßige Workout langsam bemerkbar macht; und das nicht nur in Form von Spiel-Erfolgen.

Ich habe auch ein paar Gedanken dazu, die ich in einem anderen Post formulieren werde, warum ich BeatSaber für ein so großartiges Spiel halte. Aber jetzt wollte ich einfach erstmal meinen Erfolg festhalten.

BeatSaber <3

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Angespielt Gaming

Angespielt: Valorant

Valorant ist das neue Hype Spiel von den League of Legends Entwickler Riot Games. Das auf den ersten Blick aussieht wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch.

Es ist derzeit in der geschlossenen Beta und Zugang bekommt man wenn man einige Stunden auf Twitch Valorant auf Kanälen angeschaut hat, die Drops aktiviert haben – und Glück hat einen solchen irgendwann zu bekommen. Zwischenzeitlich schauten 1,5 Millionen Menschen auf Twitch bei Valorant zu. 1,5 Millionen.

Sehr smarter move um Hype zu generieren, Werbung zu machen und den Spieler-Ansturm auf seine Server zu kontrollieren. Alles mit einem Hebel.

Immer wenn es die Chance auf Drops gab, hatte ich einen Stream laufen. Gestern schaute ich nach dem Aufwachen kurz auf mein Handy und sah die Notification, die ich mir im Falle eine E-Mail von Riot Games eingerichtet hatte, schaute nach und:

YEEESSS!!!

Auf den ersten Blick mag es wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch aussehen. Und ich hatte starke Bedenken ob das eher langsame pacing von Counter Strike mit Hero-Fähigkeiten wie bei Overwatch zusammenpasst.

Die Abilities sind sehr smart gewählt und ausbalanciert. Auch nach über 10 Runden fühlte sich kein Character irgendwie OP an und fühlt sich dabei kein Stück wie Overwatch an, dafür 100% wie Counter Strike, mit interessanten Twitsts hier und da.

Nicht nur der Spiel-Modus, bei dem man entweder eine Bombe (bzw. Spike) legen oder entschärfen muss. Alles, von der Steuerung, den Waffen, das Pacing und den Strategien, fühlt sich absolut wie Counter Strike an. Und dann gibt es eben noch die Abilities on Top und fühlt sich auf einmal sehr viel moderner, frischer und interessanter an. Der bunte overwatchige Art-Style ist auch absolut nach meinem Geschmack. Liebe so stilisierte Art-Styles ja sehr.

Dem Spiel merkt man auch an dass einige Ex-Counter-Strike Pro-Gamer an der Entwicklung des Spiels beteiligt waren. Viele Situationen fühlten sich wie Situationen an, wie man sie bereits in CS erlebte. Und es gibt einige kleine Abweichungen vom CS:GO Prinzip, bei denen ich „YES! SO VIEL BESSER!“ dachte.

Generell hat sich Riot einfach sehr genau angeschaut, was in den letzten 10 Jahren an guten Entwicklungen in competive FPS Spielen stattgefunden hat, hat das alles genommen und mit sehr viel Bedacht auf das CS-Prinzip angewendet.

Zum Beispiel der Runden Beginn: Man kann sich viel mehr auf der Map bewegen und beide Seiten können sich so weit nähern, dass sie häufig nur einen Raum voneinander getrennt sind – allerdings weit genug voneinander, dass man sich weder höhren noch sehen kann. Glaube ich.

Es gibt ein viel besseres Kauf-Menü, in dem alle Waffen auf einmal angezeigt werden, und bei Hover zusätzlich Stats zu der jeweiligen Waffe bekommt. Man kann Käufe rückgängig machen und mit einem Klick Team-Mates darum bitten, eine Waffe zu kaufen – die wiederrum auch nur einen Klick brauchen das zu tun.

Wie in z. B. in Overwatch, gibt es auch automatisierte Sprache. Wenn man also einen Gegner sieht, sagt der Charakter automatisch „Enemy spotted.“ oder auch „Many enemies spotted“. Es gibt ein Ping-System ähnlich wie bei Apex: Legends und Overwatch. Man kann sehr viel und sehr schnell kommunizieren ohne dabei auf Sprache angewiesen zu sein, was ich sehr begrüße, da ich den Sprachchat idR nur in Verbindung mit Leuten benutze, die ich kenne – und dann meistens auch nur über Discord.

Und natürlich darf heutzutage ein relativ komplexes Progressions-System nicht fehlen, um Banner und allerlei Kram freizuschalten. Aber natürlich gibt es auch Skins zu kaufen und da kann ein ganzes Set umgerechnet mal eben schlappe 55 € kosten. Und die Standard-Skins sind alle so generisch, dass die kaufbaren schon attraktiv sein werden. Die bisherigen fand ich leider eher tryhard und meh.

Denn irgendwie will und soll Riot ja auch Geld mit dem Spiel verdienen. Und lieber so, als mit Loot Boxen. Die Skins und freischaltbaren Dinge sind alle auch nur rein kosmetisch.

Bisher gibt es 3 Maps und jede fühlt sich sehr gut ausbalanciert an und jede hat etwas besonderes: 3 Bombspots, Teleporter, oder Seile. Sonst gibt es noch nicht so super viel Inhalt, dafür ist das, was jetzt da ist, super polished und rund.

Nach ein paar Runden, bei der die eine oder andere auch mal 45 Minuten dauerte, und etwa 8 Stunden Spielzeit bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mindestens eine 3 stellige Stundenzahl dieses Jahr in das Spiel stecken werde – was für meine Verhältnisse sehr sehr viel ist.

Ich fühle das Potential, dass Valorant der nächste große eSport Titel wird und freue mich jetzt schon darauf Turniere mit den großen Teams anzuschauen! Im Sommer soll es dann für released werden und ich bin auch sehr auf die Geschichte gespannt, die wohl ähnlich zu Overwatch und Fortnite mit Cinematics und In-Game-Events erzählt werden soll.

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Durchgespielt Gaming

Durchgespielt: DOOM: Eternal

Doom 2016 ist einer meiner Lieblingshooter aller Zeiten und entsprechend freute ich mich auf den Nachfolger Doom: Eternal. Meine Erwartungen waren hoch, aber ich wäre auch schon zufrieden gewesen, wenn es einfach nochmal das gleiche gewesen wäre.

Und es ist alles was Doom 2016 war, multipliziert mit 10 und einer ordentlichen Dosis Adrenalin oben drauf.

Mehr Action, mehr Arena-Fights, mehr Damönen, mehr Gore, mehr zu Entdecken, mehr Meta-Humor, krassere Art Direction, mehr Sprungeinlagen, mehr… Story? Zugegeben, keine krasse ergreifende Story, aber es wird eine sehr umfangreiche und interessante Welt erschaffen – wenn man denn Lust hat sich die Texte durchzulesen.

Wenn man wirklich etwas zu meckern haben möchte, ist es der Anfang. Der fühlte sich beim ersten mal etwas merkwürdig an, weil das Ende von Doom 2016 nicht mit dem Anfang von Doom: Eternal zusammenpassen. Auf einmal ist die Erde voller Dämonen. Auf einmal ist man in einem Raumschiff. Was ist passiert? Erklärt einem am Anfang keiner so richtig.

Aber nach den ersten Encounten, war ich wieder vollkommen in Doom angekommen und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Ich fühlte mich wieder wie der fucking Doom Slayer, der sich unaufhaltbar durch Horden von Dämonen ballerte.

Dabei hat es den gewohnten knackigen Schwierigkeitsgrad. Nicht nur stumpfes geballer sondern man muss konstant in Bewegung bleiben, auf seine Munition achten, auf seine Health achten, auf sein Armor achten. Verschiedene Gegner haben verschiedene Schwachstellen. Bei dem hier muss ich auf das Teil schiessen, bei dem am besten mit dieser Waffe, oh da sind 4 von denen, schnell eine Eisgranate reinwerfen und mich in 2 Sekunden drum kümmern. Schnell die Ballista aufladen. Huch wo kommt denn auf einmal dieser Große dort her. Erstmal kurz weglaufen und Luft verschaffen und dabei ein paar Raketen in die Masse werfen.

Hach. SO GUT.

Wenn man einmal im Flow ist, hat man leichtes spiel aber passt man einmal nicht auf, bekommt man schnell Probleme. Und ordentlich auf den Sack. So liebe ich das und das Spiel wirkt nie unfair.

Ausser es kommt der Maurauder. Ich hasse den Maurauder und seinen dummen Hund!

Ich hasse dich! Fuck you! Aber ich liebe dich auch ein bisschen. Aber ich hasse dich!

Und alles was bei andere Shootern häufig keinen Spaß macht, wurde bei Doom: Eternal stumpf durch etwas spaßiges ersetzt:

Munition alle? Kleine Dämonen mit der Kettensäge zerschnetzeln. Fast keine Health mehr? Glory Kills! Armor? Einmal den Flammenwerfer in eine Gruppe von Dämonen reinhalten – eine Granate oder Raketenwerfer hinterher, zack Armor wieder zur hälfte voll. Einfach super cleveres Game Design.

Doom: Eternal hat es ausserdem geschafft, dass ich Spaß daran habe, bereits abgeschlossene Missionen nochmal zu spielen. Man behält nicht nur alle seine Skills und kann sich noch besser durch die Horden kämpfen, sondern kann auch noch cheats aktivieren, die in der Welt verstreut sind. zB: unendlicher Berserker Modus, unendlich Quad Damage usw. Und es gibt Herausforderungen, wie eine bestimmte anzahl Dämonen auf eine bestimmte Art und Weise in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Es sieht auch einfach so krass gut aus. Mehrfach blieb ich stehen und schaute mir einfach an, wie gut die Art Direction in diesem Spiel ist.

Und das Ganze ohne ein einziges mal den großartigen Soundtrack zu erwähnen, der für mich wieder das voraussichtliche beste Hybrid Metal Album der letzten und nächsten Jahre ist. Gerade wenn man denkt, dass der Soundtrack jetzt gar nicht mehr intensiver sein kann, kommt irgendein Super Heavy Demon um die Ecke und auch der Soundtrack treibt den Puls passend auf die Spitze.

Und jetzt werde ich mir erstmal alles mögliche an Behind The Scenes, Lore und co reinfahren, was es zu finden gibt und mir den Multiplayer Modus anschauen, den ich bislang komplett ausser Acht gelassen habe. Die Entwickler haben Seasons und sehr viel Replay Value geplant. Ich bin gespannt was es damit auf sicht hat und bin erstmal dem Slayer Club beigetreten.

10/10