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Re: E-Mails

Wie regelt ihr eure E-Mails? Alles ins Archiv, für immer? Direkt beim Inbox-groomen entscheiden ob Archiv oder Mülltonne? Die wichtigsten E-Mails ausdrucken? Schreibt mir doch eine E-Mail oder Postkarte.

Fragt Philipp in einem Blogpost, in dem er darüber schreibt, sein Postfach von E-Mails zu befreien, um die Suchfunktion schneller zu machen. Statt E-Mail oder Postkarte, antworte ich per Blogpost. Wie damals!

Seit einer Weile schaue ich nur noch Zwei mal am Tag in mein E-Mail Programm und mache jedes mal Inbox Zero.

  • Ich lösche alle Promo-Mails, die keine Relevanz haben (99%).
  • Notifications werden nach einem Klick auf “Unsubscribe” oder Anpassen der jeweiligen Einstellungen gelöscht – sind daher auch gar nicht mehr so viele. Vielleicht eine pro Tag; vor ein paar Jahren waren das noch locker so 10.
  • E-Mails, auf die ich sofort antworten kann, werden sofort beantwortet und danach archiviert.
  • E-Mails, die irgendeine andere und/oder zusätzliche Handlung erfordern, schiebe ich in meine Things Inbox und werden archiviert.
  • Newsletter werden überflogen, potentiell interessante Artikel/Links geöffnet – aber noch nicht gelesen, und dann archiviert. Nicht gelöscht, weil ich schon häufig eine Situation hatte, in der ich wusste, dass ich einen Begriff in einem Newsletter sah und dann erstmal mein Postfach durchsuchen konnte, bevor ich danach im Internet suchen musste.

Ab und zu, so zwei/drei mal pro Jahr, Durchsuche ich mein Postfach nach irgendwelchen Begriffen wie „Twitter Notification“ oder gespeicherte Suchen bei ImmobilienScout, Kleinanzeigen oder ähnliches, die irgendwie durchgerutscht sind.

Die ältesten E-Mails in meinem Postfach sind von 2004 und enthalten E-Mails mit Schulfreunden bezüglich Hausaufgaben während des Abiturs, Absprachen mit Clan-Mitgliedern und allerlei quatsch. Sowas werde ich niemals löschen.

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Mehr als ein Monat ohne Amazon Bestellungen

Ganz ausversehen habe ich im ganzen Mai nicht eine Amazon Bestellung getätigt. Das ist insofern überraschend, dass ich im Schnitt eine Amazon Lieferung pro Woche bekam; nicht selten auch mehrere. Und bis auf ein paar Bücher, die noch im Warenkorb liegen und als Sammelbestellung rausgehen, wenn ich mit meinem Lesevorrat durch bin – noch ca 5 Bücher – ist auch gerade nichts in Aussicht.

Sollte dennoch etwas aufkommen, werde ich mal Alternativen zu Amazon ausprobieren.

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Das erste Grillen 2020

Am Sonntag haben wir meine Eltern besucht. Das war das erste mal seit noch vor den offiziellen Beschränkungen, dass wir andere Leute besucht haben.

Schön war’s. Es wurde Kuchen gegessen und später gegrillt und wir fuhren irgendwann Kugelrund nach Hause. Zu unserer Freude fanden wir einen Parkplatz direkt vor der Haustür, obwohl es schon 21:00 war. Waren wohl etliche Anwohner aus ähnlichen Gründen unterwegs.

Ausserdem lernten wir ein neues Familienmitglied kennen: Belle.

Sehr schüchtern aber sehr neugierig und verspielt und super niedlich.

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Mein Hello Fresh Eindruck nach 3 Monaten

Seit Anfang Februar besteht unsere Hauptmahlzeit des Tages aus den Zutaten und Rezepten, die uns von Hello Fresh geliefert werden. Es gibt Dinge, die mich stören und Dinge, die ich mag.

Ich hatte das starke Bedürfnis wieder zu Kochen und wollte dafür den Weg des geringsten Widerstands gehe. Philipp hatte gerade einen Hello Fresh Gutschein und so probierte ich das mal aus und habe es bis heute noch laufen: 5 Mahlzeiten pro Woche, für 2 Personen, inklusive Versand ca. 60€.

Weit entfernt von günstig, vor allem wenn ich bedenke, dass ich dafür eine ganze Weile den ganzen Einkauf für eine Woche bezahlt hatte, als ich das letzte mal wirklich viel kochte – und Hello Fresh nur eine Mahlzeit abdeckt.

Selber Kochen ist nunmal deutlich günstiger – dafür auch Aufwändiger. Das ist Common Sense. Aber Ziel war ja nicht günstig, sondern möglichst wenig Arbeit: kein Einkaufen und kein Rezepte überlegen. Und dafür ist Hello Fresh wirklich perfekt!

Ich bin jetzt nicht riesiger Fan, finde das Konzept aber gut. Aber nach etwa 3 Monaten sind sich die Gerichte dann doch immer relativ ähnlich. Zwischendurch gibt es wirklich gute und leckere Rezepte, aber auch oft die gut 10€ bei weitem nicht Wert. Die Verderblichkeitsvorgabe – also die vorgeschlagene Reihenfolge der Rezepte – ist häufig quatschig. Hatte es schon mehrfach, dass Gerichte mit Champignons oder Austernpilzen als letztes gekocht werden sollten… Lieber nicht. Und es ist deutlich mehr Müll.

Und eine Sache fehlt in irgendeinem Gericht auch sehr häufig. Das kann dann auch schonmal eine Hauptzutat sein und ist frustrierend, wenn man sich auf das Gericht besonders gefreut hat.

Kochen macht mir noch immer Spaß, aber jetzt wird mir das allmählich doch zu teuer. Um mich langsam wieder an eigene und Rezepte aus Kochbüchern und die notwendige Wochenplanung für den Einkauf zu gewöhnen, reduziere ich jetzt Hello Fresh erstmal auf 2-3 Gerichte.

Ist wirklich angenehm sich für ein paar Mahlzeiten wirklich gar keine Gedanken machen zu müssen, aber trotzdem kochen zu können.

Wertung: 4/5

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Neues System in Notion

Ich verbrachte einen Teil des Samstags damit, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich derzeit meine Daten verwalte. Also meine Aufgaben, Bücher und andere Ressourcen, Projekte, Ziele im Leben und sowas eben.

Ich stellte fest: hier waren Notizen in Bear, andere in Notion, einige Aufgaben für private Projekte in Trello, das meiste aber in Things. Längere Gedanken zu Themen in Dayone – aber viele auch in Notion; beim Aufräumen fand ich auch einige in Ordnern von iA Writer. Dazu natürlich noch meine Notiz-Bücher.

Genau: Ein heilloses durcheinander. Und sowas nervt mich immens.

Das Datenmodell

Also überlegte ich mir, wie so ein Informatiker, erst einmal ein Datenmodell. Welche Daten lassen sich in welche Gruppen zusammenfassen?

Am Ende kamen Folgende Gruppen heraus:

  • Topics
  • Goals
  • Projects
  • Tasks
  • Thoughts
  • Resources
  • People and Peers
  • Events

Topics sind die oberste Ebene. Alles läuft am Ende auf ein Topic wie Design, Development, Drawing oder Music hinaus – aus irgendeinem Grund mache ich sowas immer auf Englisch, vermutlich weil ich es gewohnt bin Datenmodelle auf Englisch zu machen. Goals sind meine Ziele, die ich grob nach dem ONE Thing Prinzip in verschiedene Zeitgrößen unterteilt habe: Zum Beispiel möchte ich im Bereich Musik in ca. 1 Monat meine EP fertig haben, in 1 Jahr 101 Songs geschrieben haben und in 5 Jahren den Soundtrack zu einem Videospiel produziert haben.

Projekte sollten klar sein. Das sind zum einen Kunden-Projekte, zum anderen eben auch die Chillhop EP, an der ich arbeite – oder Banalitäten wie TÜV am Auto zu erneuern. Es gibt aber auch Projekte, die stets ongoing sind: Netsplit ist eines meiner Musik-Projekte, BLEEPBLOOP.studio ist mein Arbeits-Projekt. Ein Projekt kann einem Ziel zugeordnet werden und wird somit gleichzeitig implizit einem Thema zugeordnet.

Tasks sind Aufgaben, die mit Projekten verbunden sind. Wenig überraschendes hier.

Seit einer Weile habe ich in Notion auch Gedanken zu verschiedenen Themen verfasst. Die sind mal nur so lang wie ein Tweet, können aber auch die länge dieses Blogposts deutlich übersteigen. Ein Eintrag kann auch wieder einem Topic zugeordnet werden.

Resources sind quasi ein Wissenspool. Darin sind Bücher, Links zu Guides und Videos, Projekt Material und auch meine eigenen Erkenntnisse. Das wird auf lange Sicht wohl der Bereich mit den meisten Einträgen sein. Hier hatte ich das zunächst in verschiedene Arten unterteilt (je eine Tabelle für zB Links und Bücher), aber die Eigenschaften der Einträge waren weitestgehend so identisch und im Grunde gehe ich mit Büchern genauso um wie mit Links oder YouTube videos. Ich merke sie mir, ich lese/schaue sie, ich mache Notizen und sie sind häufig relevant für ein Projekt oder Thema.

People and Peers sind Leute mit denen ich direkt Kontakt habe, und zB mit Projekten zusammenhängen, oder Leute mit denen ich keinen direkten Kontakt habe. Zum Beispiel Leute, die mich inspirieren oder eine Art Vorbildfunktion für mich haben; oder Autoren von Büchern, Artikeln etc, die in Resources eingetragen sind.

Events sind nicht nur Veranstaltungen, sondern auch zB der Release eines Videos Spiels, Turniere eines E-Sport Events und co. Da wäre es cool das irgendwie in meinen Kalender zu bekommen, wo ich sowas im Moment festhalte.

Die Anwendung

Nachdem ich mit dem Datenmodell zufrieden war und ein paar mögliche Szenarien ausprobierte und ein paar Edge-Cases abgedeckt hatte, schaute ich mir verschiedene Programme an.

Notion wäre meine erste Wahl, aber hat ein paar Punkte, die mich sehr stören: es ist nur online verfügbar ist und einige Funktionen, wie die Suche, sind unangenehm langsam. Am Ende entschied ich aber, dass es derzeit einfach das Beste ist, wenn ich nicht selbst ein System entwickeln will; was ich noch nicht ausgeschlossen habe, aber gerade nicht die Zeit für investieren möchte – ausserdem liegen dort bereits viele Daten so muss ich diese nicht umziehen.

Seit einer Weile kann man in Notion Datenbanken verknüpfen, Mena und andere waren von der Funktion schon lange begeistert. Das schien auch die Perfekte Lösung für mein System zu sein. Nach ein bisschen Herumprobieren, schloss ich mich der Begeisterung an und fing an alle Datengruppen in Tabellen umzuwandeln.

Das bedeutet man kann einen Eintrag in der einen Tabelle mit dem Eintrag in einer anderen Tabelle verbinden. Ich kann mir jetzt also alle relevanten Daten zu einem Projekt innerhalb des jeweiligen Projekts anzeigen, oder eben weit „rauszoomen“ und mir alle Ziele, Projekte, Aufgaben, Personen, Resourcen und Events anzeigen, die mit einem Thema zu tun haben.

Ich sehe auch auf einen Blick, ob ich Ziele habe, für die es kein Projekt gibt, mit dem ich auf das Ziel hinarbeite.

Ich war dann noch den Großteil des Sonntags und einen Teil des Montags damit beschäftigt, mein bisheriges Notion anzupassen und langsam die bisherigen Daten in das neue Format zu bringen. Über die nächsten Wochen hinweg werde ich immer mal wieder Daten aus zB Bear und Trello in mein Notion überführen.

Je mehr ich in mein System eintrage, desto besser gefällt es mir. Das ganze ist auch überraschend leicht zu pflegen. Ich bin mir lediglich noch nicht sicher, ob ich Tasks auch wirklich in Notion haben möchte, da Things da einfach 100 mal besser und schneller ist und ich sehr viel gebrauch von wiederkehrenden Projekten mache.

Ausblick

Ich werde das jetzt ein paar Monate testen und dann eine detaillierte Übersicht über mein System schreiben, sollte ich es dann immer noch so gut finden, wie ich es gerade tue.

Das schöne an den Tabellen in Notion ist ja auch, dass man sie exportieren kann. Sollte ich mir irgendwann die Mühe machen, ein eigenes Programm dafür zu schreiben, dann ist die Überführung der Daten kein Problem.

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Allgemein Linksammlung

Tania Rascia

Irgendwie bin ich gestern auf den Artikel Writing an Emulator in JavaScript von Tania Rascia gestoßen. Gelesen habe ich ihn noch nicht, werde ich aber vermutlich am Wochenende oder Montag, wenn ich meinen nächsten Block für Fortbildung mache. Ich klickte mich aber durch ihre Seite und war Baff.

Sie setzt das Konzept des öffentlichen Lernens perfekt um und lernt damit gerade Computer Sciences Fundamentals und JavaScript. Zu jedem Thema auf ihrer sehr langen Lern-Liste, schreibt sie hinterher einen Blogpost in Tutorial oder Guide-Form. Umfassendere Konzepte setzt sie dann mit kleinen und großen Projekten in die Tat um und schreibt zum Beispiel eine Note-Taking Web-App, oder ein MVC Framework in PHP.

Auf diese Weise hat sie mittlerweile eine beachtliche Menge an Open Source Projekten und sehr ausführlichen Anleitungen geschrieben und geht dabei jedesmal sehr gründlich in die Tiefe.

Das hilft ihr sicherlich nicht nur dabei, die Themen besser und tiefer zu verstehen, sondern auch beruflich – und obendrein noch anderen. Quasi Win-Win-Win!

Ich finde das sehr inspirierend und motivierend und möchte ihr das nachmachen.

In welcher Form oder zu welchem Thema ich das machen werde, weiss ich noch nicht; stehen ja ein paar zur Auswahl aktuell: Design, Musik-Theorie, WebXR, Gatsby/React/JavaScript/etc, Fotografie, Sound-Design, Musik-Produktion, Blender?

Aber bringe ich die dann hier unter, oder in jeweils eigenen Seiten, oder als Sub-Seite dieser Seite? Ich hätte diesen Blog ja gerne eher kontemporär und persönlich.

Fragen über Fragen, zu denen ich mir am Wochenende mehr Gedanken machen werde.

Bin auf jeden Fall jetzt Fan von ihr.

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Laut Gedacht Zukunft

XR ist die Zukunft

Marcel fragt in seinem aktuellen Blogpost was nach Smartphone-Apps kommt, nachdem diese nun ihren Zenit erreicht hätten. Er kommt zum folgenden Schluss – aber ihr solltet dennoch den ganzen Post lesen:

Augmented Reality Brillen sind das nächste große Ding. Damit werfe ich keine neue Idee in die Runde, das ist klar. Ich will mich lediglich offiziell festlegen. AR ist die Zukunft. Meine Herleitung ist so einfach wie logisch: Was sonst? Dass unsere Spezies das erste Mal an einem Punkt angekommen sein sollte, an dem wir einfach stagnieren halte ich für unwahrscheinlich. Als würden wir für immer kleine Computer in unseren Hosentaschen mit uns herumtragen.

– Marcel Wichmann

Und ich stimme ihm zu 100% zu.

Vor ein paar Monaten konnte ich mir das alles noch nicht so richtig vorstellen, aber seitdem habe ich nun bald 100 Stunden in VR verbracht und jetzt habe ich ein ziemlich klares Bild davon, wie sich gute AR anfühlen könnte.

Denn gute UI in VR funktioniert so, wie eine UI auch in AR funktionieren könnte – also weitestgehend. Das ist zwar auch ein Bereich, der noch in seinen Kinderschuhen steckt, aber schon eine ganze Reihe and Erkenntnissen hervorgebracht hat. Ich finde das alles aber super spannend und aufregend.

Die Rift S hat ausserdem eine sehr rudimentäre AR Funktion, bei der ich sehen kann, was die Tracking-Kameras sehen – also meine Umgebung. In Grautönen und verschwommen, aber mehr als ausreichend, um zum Schreibtisch zu gehen, meine Wasserflasche zu greifen und einen Schluck zu trinken – ohne das Headset abnehmen zu müssen.

Seit etwas mehr als einer Woche denke ich aktiv über VR/AR (oder: XR) nach. Und plötzlich fallen mir ganz viele Szenarien ein, die ein Smartphone als „Helfer im Alltag“ plötzlich ganz schnell archaisch und unpraktisch aussehen lassen würden.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer der großen Hardware-Hersteller die erste AR-Brille für Consumer herstellt und ich denke, dass das gar nicht mehr so lange hin sein wird.

Webstandards für den Umgamg mit XR sind auch schon länger in der Entwicklung.

Augmented Reality in seiner aktuell verbreitetsten Form als Apps auf dem Smartphone werden nur eine kurze Erscheinung sein und sind in den meisten Fällen natürlich nicht mehr als Spielereien und/oder Proof-Of-Concepts und wenig praktisch. Aber sie zeigen prototypisch schon sehr gut, wie gut das alles funktionieren wird. Das Darstellen von virtuellen Elementen im 3D-Raum funktioniert mit aktuellen iOS Geräten die LiDAR-Support haben schon beeindruckend gut:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

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Apple arbeitet mit Hochdruck an neuen AR Features und Schnittstellen. Ich bin mir 100% sicher, dass Tim bereits mehrere Iterationen von Apple Glasses (Apple Goggles? iEyes?) Prototypen auf seinem Köpfchen hatte – und bei der Konkurrenz wird es nicht anders sein.

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Kitboga

Scammer gehören zum Bodensatz der Welt und Kitboga ist jemand, der gegen Scammer vorgeht, indem er auf ihre Scam-Versuche eingeht und ihre Zeit vergeudet.

Das Ganze nennt man dann Scam-Baiting und das Gute daran ist, dass jede Minute die einer mit so jemanden verbringt, verbringt er nicht mit einem tatsächlichen Opfer. Stark verbreitet ist zum Beispiel der Refund-Scam, der ungefähr so abläuft:

Das Opfer erhält eine E-Mail von „Microsoft“, dass ein Fehler unterlaufen und man ein für einen 500 $ Refund berechtigt sei – oder so ähnlich. Das Opfer müsse sich aber telefonisch melden. Das Opfer ruft dort also an, soll dann zB TeamViewer installieren und sich in seinem Bank-Konto anmelden „damit die Bank-Konten für die Transaktion verbunden werden können“ (lol) der Scammer übernimmt die Kontrolle und macht eins von 2 möglichen Dingen: eine interne Transaktion von Konto A auf Konto B des Opfers, bei dem ihm dann ein „Fehler“ unterläuft und statt 500$ „ausversehen“ 5000 $ transferiert werden. Oder der Scammer bearbeitet den HTML-Code, während der Bildschirm des Opfers geschwärzt wird, und lässt es so aussehen, als habe eine viel zu hohe Transaktion stattgefunden.

Das ist das Stichwort für: „Oh No! I made HUGE mistake. I’m gonna loose my job!“ Oh Nein, schlimm! Was machen wir nun?! „You need to help me! Pleeeaaase!“

Zum Glück hat der Scammer natürlich eine Lösung parat: Gutschein Karten! Natürlich! Zum Beispiel für Google-Play, iTunes, Wal-Mart, BestBuy und co. Also wird das Opfer losgeschickt Gift-Cards in Höhe der Differenz oder aus „Kulanz“ auch weniger zu kaufen, um dem Scammer dann die Codes auf den Karten mitzuteilen.

Kitboga erlaubt sich auf dem ganzen Weg viele Späßchen mit dem Scammer und nimmt dabei verschiedene Rollen an. Er benutzt dabei meistens einen Roland VT-3, um seine Stimme wie die einer Großmutter oder eines Großvaters klingen zu lassen, weil es die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass der Scammer darauf reinfällt und mehr Zeit mit ihm verbringt.

Um Zeit zu schinden, und das ist letztendlich das oberste Ziel der ganzen Sache, lässt er die Scammer allerhand Quatsch machen und es läuft meistens darauf hinaus, dass die Gift-Codes von ihm selbst eingelöst werden. Das ist natürlich nicht im Sinne des Scammers und sofern der Scammer nicht vorher schon auf den Trichter kam, was los ist, löst er das Ganze am Ende auf und versucht mit den Scammern zu reden – was in der Regel nicht gut und nicht lange funktioniert.

Das finde ich nicht nur moralisch eine gute Aktion, sondern hat auch einen großen Unterhaltungswert – und man bekommt Einblicke darin, wie skrupellos Scammer sind und wie sie arbeiten.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele seiner Videos geschaut und häufig nebenbei laufen lassen. Hier eine Empfehlung, bei dem Kitboga den Scammer so tun lässt, als sei er dessen Enkel, der wiederum ein Date mit seiner Nachbarin klar machen soll – und für 1000 $ Hot Dogs kauft:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Hier nochmal ein Link zu seinem YouTube Kanal.

Kitboga ist mit dem Scam-Baiting nicht alleine auf YouTube und es könnte das nächste YT Rabbit Hole sein in das ich Falle.

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Podcasts im April 2020

Im Post über Homo Deus erwähnte ich, dass ich zur Zeit lieber Hörbücher höre, weil mir Podcasts zu schnell das Gefühl geben aufholen zu müssen,um nicht mit den Folgen hinterher zu hängen.

Das ist natürlich nicht immer so und es gibt Phasen, in denen ich viel und über Monate hinweg vor allem Podcasts höre. Vor allem auf dem Weg ins Büro und zurück, der gerade entfällt. Oder beim Abwasch oder Aufräumen oder Spazieren etc – also in den Situationen, in denen ich jetzt gerade halt Hörbücher höre.

Dabei verändert sich die Liste der abonnierten Podcasts nicht wirklich stark und eher so über Jahre hinweg, wenn ich das Bedürfnis habe auszusortieren oder einfach mal was Neues hören möchte; oder mir irgendwelche Leute auf die Nerven gehen.

Im Vergleich zu Philips Liste ist meine deutlich kürzer. Aber das ist bei seiner Liste ja keine Kunst. Dafür höre ich sie auf normaler Geschwindigkeit – nur zu lange Pausen werden von Overcast automatisch verkürzt – und bin bei den Themen nicht so wählerrisch. Meist starte ich einfach eine Playlist (bzw Kategorie) oder Alle Episoden und lasse es laufen.

Die Kategorien entsprechen den Playlisten die ich Overcast habe und sind absolut keine Rangliste.

Ausserdem fällt mir hier im Nachhinein auf, dass das aktuelle Blog-Theme keine guten Überschrift-Hierarchien kann. Werde es also mal wechseln – oder mich bald mal um ein eigenes Kümmern.

Arbeitsrelevant

Shop Talk Show

Vor 3 Jahren war dies die Playlist mit den meisten Podcasts, am Ende blieb nur die Shop Talk Show. Ich lernte beide Hosts auf unterschiedlichen Konferenzen BeyondTellerands kennen. Guter Mix aus Unterhaltung, mal Abdriften aber trotzdem auch mal technisch sehr spezifisch, interessante Gäste und viele gespräche über Workflows und co.

https://shoptalkshow.com/

Musik

Es gibt überraschend wenig gute Podcasts mit direktem Bezug zu Musik.

Song Exploder

Der vermutlich bekannteste Podcast aus der Kategorie Musik. Jede Folge erzählt die Geschichte eines Songs, erzählt von dem jeweiligen Musiker. Zeigt einem jedesmal, dass auch die erfolgreichsten Musiker nur „mit Wasser kochen“ und man bekommt manchmal Zugang zu Musik, die vorer unzugänglich war.

http://songexploder.net/

The Mr. Bill Podcast

Mr. Bill macht IDM und ist vor allem bekannt für seine Tutorials auf YouTube für Ableton Live. Er ist ziemlich stark vernetzt in der EDM-Scene und führt sehr lockere Gespräche mit anderen Künstlern. Oft geht es um die Arbeit an sich, Touring, Workflows und generelle Lebensthemen. Aber häufig auch viel um Drogenkonsum – Pilze, LSD, Gras und co.

https://podcasts.apple.com/us/podcast/the-mr-bill-podcast/id1480159954

Why We Bleep

Mylar Melodies ist ebenfalls vor allem durch YouTube bekannt. Er macht videos zu Modularen Synthesizer Modulen des Eurorack Formates und spricht mit anderen Musikern, die nicht zwingend aus der Euro-Rack Szene kommen, über ihre Arbeit, Workflows und co.

https://www.whywebleep.com/whywebleep/

Nachrichten

Ich habe meinen News-Konsum drastisch reduziert, lese unregelmäßig die Wochenausgabe der Zeit als PDF oder in deren e-reader, oder bekomme wichtige Entwicklungen via Twitter Chats (Slack/Discord) mit. Nach 2 Monaten oder so geht mir die Welt zwar nicht weniger auf die Nerven, aber mir geht es besser damit nicht jeden Tag mit der Shitshow konfrontiert zu werden, sodass auch mehr Platz für Lichtblicke und Hoffnung ist!

Corona Virus Update

Hörte ich zu beginn jeden Tag. Jetzt nur alle paar Tage mal, weil so viel wirklich neues gibt es dann ja doch nicht pro Tag, wenn man mal ehrlich ist. Hat mir aber zu Beginn der Corona-Zeit sehr geholfen, eine bessere Perspektive für die Pandemie zu bekommen.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Lage der Nation

Ein Handvoll aktueller Themen werden von Philip Banse und Ulf Buermeyer genauer behandelt. Dabei sind sie stark Faktenorientiert und bringen viel Hintergrundwissen zu aktuellen Ereignissen mit. Jede Folge geht meist so 1.5h, aber danach fühlt man sich gut informiert und up-to-date.

https://www.kuechenstud.io/lagedernation/

Wissenschaft und Geschichten

Mir ist kein besserer Name für die Kategorie eingefallen. Aber es ist die, die ich am liebsten höre. Gut recherchierte und aufbereitete Inhalte. Gerade Radiolab war, als ich’s zum ersten mal hörte, ein Game-Change für mich was meine Wahrnehmung für das Medium Podcast anging.

99% Invisible

99% Invisible, oder ninetynine-p-i, dreht sich hauptsächlich, wie der Name vermuten lässt, um Dinge, die fast nicht sichtbar sind. Also das Design und/oder ihre Geschichte. Von der Geschichte des schlechten Video-Spiels aller Zeiten, über die Fraktur bis hin zu Dark-Design-Patterns in Städten. Oder auch mal über die Geschichte der Farben.

https://99percentinvisible.org/

How I Built This

HIBT erzählt die Geschichte von allerlei Firmen, Startups und co. Egal ob eine Skateboard Marke, Dell, Ben & Jerry oder Instagram. Aber auch viele kleine Firmen, deren Namen man im deutschen Raum nicht kennt.

https://www.npr.org/podcasts/510313/how-i-built-this

Radiolab

Hat kein wirklich spezifisches Thema. Es sind immer Reportagen über alles mögliche. Personen, Ereignisse, Entwicklungen und so weiter. Fast immer, wenn die Frage aufkommt, wenn ich nur einen Podcast empfehlen könnte, ist es Radiolab – oder Reply All.

Viele Folgen klingen auf den ersten Blick uninteressant, aber häufig sind es dann genau die, die mir lange im Gedächtnis bleiben. Zum Beispiel die Folge, bei der es um John Scott ging, der eine spezielle Position in der Geschichte des amerikanischen Eishockeys hat. Da geht es dann um die Menschen und Emotionen und Intrigen (Folge: The Punchline). Oder War of the Worlds, der dann verschiedene Instanzen der gleichnamigen Geschichte mehrfach damals Panik auslösten. Oder die Wissenschaftlerin, die mit einem Delfin zusammenlebte.

Das Ganze ist so hervoragend gut aufbereitet und hat die Messlatte für mich sehr hoch gehängt. Die Moderatoren, die sich Gegenseitig die jeweilige Geschichte erzählen, die dann Nahtlos in Interviews übergehen, in denen von Dingen erzählt wird, die dann mit Live-Aufzeichnungen unterstrichen werden. Man springt von Erzählebene zu Erzählebene und kann dabei richtig in die Geschichten eintauchen.

Heute sind sie in dem Format der multiplen Erzählebenen bei weitem nicht mehr alleine. Aber immernoch gut!

https://www.wnycstudios.org/shows/radiolab/

Reply All

Beschreibt sich selbst als „A show about the internet“ und irgendwie ist das wirklich die passenste Beschreibung, die mir einfällt. Also das Internet im Gesamten – mit allen Facetten. Mal wird es technisch und geht um Verschlüsselung, Scam-Techniken oder ähnliches, mal sind es einfach nur schöne Geschichten, wie zum Beispiel die Suche nach einem Song, der dann mit einer Band im Studio aufgenommen wird und erfährt dabei allerlei über die Hebel der Musik-Industrie. Oder die Geschichte von einer, deren Snapchat Account gehackt wurde.

https://gimletmedia.com/shows/reply-all

Science VS

Mythen und Behauptungen werden auf den wissenschaftlichen Prüfstand gestellt. Also Impfstoffe, Placebo-Effekt, Detox-Getränke, Alkohol, Vaping und und und.

https://gimletmedia.com/shows/science-vs

Stillgelegte Kategorien

Kategorien, die ich zur Zeit gar nicht mehr höre:

  • Fotografie: höre ich hin und wieder noch Candela, wo es vor allem um Cinematography geht, aber aus den restlichen nahm ich nicht so wirklich viel mit.
  • Anekdoten und Sabbelrunden. Also Podcasts wie Radio Nukular, Halbwissen, Fest und Flauschig und co. Wo hauptsächlich 2-3 Personen zusammenkommen und, well, über Dinge reden.
Kategorien
Allgemein Fotografie

Himmelmoor in Quickborn

Nachdem wir nun fast 2 Monate dank Corona die Wohnung nicht so richtig verlassen haben, wollten wir unbedingt mal wieder vor die Tür, ein bisschen Frühlingssonne und frische Luft tanken und vor allem ordentlich die Beine vertreten. Wir entschieden uns für das Himmelmoor in Quickborn und hofften dass dort nicht super viel los sein würde.

Ich nahm meine Kamera mit – machte aber nicht so viele Fotos.

Normalerweise kann man relativ Nah beim Zugang zum Himmelmoor parken, aber der Weg zum Parkplatz war versperrt, sodass wir erst ein bisschen herumfuhren und versuchten über die Alternativ-Routen zum Parklplatz zu kommen.

Nach der 3. Absperrung vermuteten wir, dass wohl das ganze Gebiet abgesperrt ist und fuhren wieder zurück zur ersten um dort einen Parklpatz im Anwohner Gebiet zu suchen – mit Erfolg!

Einige Meter vor der Absperrung fanden wir dann einen kleinen DIN-A4 Zettel, der unsere Vermutung, dass alle Zugänge gesperrt sind, bestätigt hat. Hätte man aber auch so aufhängen können, dass man ihn sieht, wenn man vor der Absperrung steht. Nun. Aber wir waren endlich angekommen.

Es war deutlich voller als wir erwartet haben und die Leute schienen viel sorgloser als angebracht. Wir nahmen stets reichlich Abstand zu anderen Menschen – nur auf kleinen Fußwegen war das schwieriger, bei dem etliche Radfahrer es für Klug hielten, lang zu fahren, um dann abzusteigen und sich schnell aneinander vorbeizuquetschen.

Das Himmelmoor ist schön und wegen des torfigen Untergrunds sehr angenehm zum spazieren. Ich merkte, dass mir das Fotografieren wirklich fehlt, aber so richtig in der Stimmung war ich trotzdem nicht, was ich auch an der Ausbeute der Bilder merkte.

Nachfolgend ein paar Fotos, die ich gerade schnell mit ein paar meiner Go-To-Presets bearbeitete.