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Bücher

Abgebrochen: Das Universum ist eine Scheissgegend.

Auf den ersten Blick scheint es ein Buch genau nach meinem Geschmack zu sein.

Ich liebe ja populärwissenschaftliche Bücher – vor allem wenn sie einen starken Bezug zu Physik oder Astrophysik haben. Dieses Buch machte den Eindruck in letztere Kategorie zu fallen, als ich es letztes Jahr in einem Hugendubel in Frankfurt fand.

Der Titel gibt auch schon die Richtung vor: flapsig und witzig möchte es sein. Leider werden selten 3 Sätze ohne eine Pointe formuliert und die sind dabei häufig eher auf Schenkelklopf-Niveau. Generell ist mir ja der trockene Humor eines Bill Bryson lieber.

Ich finde es nicht schlimm, ein Buch abzubrechen, wenn man keine Vorfreude verspürt, es endlich weiterzulesen – oder man sich durch die Seiten praktisch quält. Es gibt mehr als genug gute Bücher, und man wird sie ohnehin nie alle lesen können. Also lieber keine Zeit mit Büchern vergeuden, die einem keinen Spaß machen.

Thematisch eigentlich genau mein Ding, aber gerade nicht den Nerv für den Humor; bin gerade einfach nicht in der Stimmung dafür. Aber weil das Buch thematisch in eine meiner Lieblingskategorien fällt, und die Erklärungen tatsächlich gut, interessant und verständlich sind, werde ich es in einem Jahr oder so nochmal versuchen.

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Gaming

NZXT H1 + EVGA GeForce RTX 2070 SUPER BLACK GAMING

Nein, ich hatte keinen Schlaganfall. Das sind zwei Dinge, die ich gerade bei Alternate bestellte. Das H1 ist ein minimalistischen PC Gehäuse aus dem Hause NZXT. Der andere Teil ist eine Grafikkarte. Die haben ja schon immer super seltsam lange Namen gehabt. Ist vielleicht wie mit Teeblättern.

Mir war schon vorher klar, dass ich Half Life: Alyx mit meinem derzeitigen PC nur bedingt spielen kann und alle Einstellungen auf die niedrigstmögliche Stufe stellen muss. Aber selbst dann habe ich nur so 30fps. Höchstens. Und das macht mir in VR keinen Spaß.

Das hatte ich aber so halb erwartet und hatte mir schon vor der Bestellung der VR Brille einen PC zusammengestellt. Markus schwärmte von dem H1 Gehäuse, also schaute ich es mir an und stimmte in die Schwärmerei mit ein, nachdem ich den ersten Schock über den Preis überwand und verstand, dass ich dafür kein Netzteil und keine Kühlung brauche – die im Gehäuse bereits mit eingebaut ist. Stellt sich heraus, dass ich unbewusst fast den gleichen Build wie den 1400$ Gaming PC von Optimus Tech gebaut habe.

SO SCHÖN!

Eine Grafikkarte war auch schnell ausgewählt. Aber als sich mein PC wie erwartet als zu schwach auf der Brust erwies, war weder die Grafikkarte noch das Gehäuse vorrätig – und dank Corona auch unklar, wann sich das ändern würde.

Alle paar Tage schaute ich immer wieder bei Geizhals rein – so auch gestern mal wieder. Zwar ist beides noch immernicht auf Lager, aber die Grafikkarte sei in 2 1 Tagen lieferbereit und das Gehäuse kann man vorbestellen.

Für Anfang Juni. Nun.

Ich kann warten. Mit der neuen Grafikkarte sollte mein jetziger Rechner HL:A ohne packen und ich kann mir Gedanken um den Wert meines jetzigen PCs machen. Ein paar hundert Euro ist der sicherlich noch wert.

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Gaming

Beat Saber, das erste mal Expert+

BeatSaber war für mich neben Half Life: Alyx ein Kaufgrund für eine VR Brille. Vor allem falls mein PC HL:A nicht packen sollte, war ich mir sicher, dass er auf jeden Fall BeatSaber packen wird.

HL:A läuft nicht so richtig gut aber BeatSaber läuft flüssig mit ca 60fps und seit der Anschaffung vor einigen Wochen habe ich spätestens alle 2-3 Tage eine Session BeatSaber hingelegt, jeweils ca 2×30 Minuten – manchmal weniger, manchmal auch täglich und dann eher entspannt und ohne darauf aus zu sein, Highscores zu knacken oder neue Level zu schaffen.

Den Song Pop Stars von KD/A liebe ich ja schon seit er veröffentlich wurde, und ist deswegen unüberraschend einer meiner go-to Songs in jeder BeatSaber-Session. Auf Hard hatte ich den Song auf Anhieb gepackt, für Expert brauchte ich ein paar Anläufe, schaffe jetzt aber eigetnlcih immer Rang S, wenn ich mich konzentriere – nur SS ist noch besser.

Der Sprung von Hard auf Expert ist schon enorm, und der Sprung von Expert auf Expert+ ist nochmal ein Stück größer. Und als ich’s am Anfang mal probierte musste ich loslachen und versagte nach wenigen Sekunden.

Für einige Moves müssen einfach erstmal Muskeln aufgebaut werden und diverse wiederkehrende Moves in Muscle-Memory umgewandelt werden, Hand-Augen Koordination und auch Kondition aufbauen, da man eigentlich keine wirkliche Pause in den Songs bekommt. Und wenn man nicht aufpasse, könne man sich da durchaus auch verletzen; zumindest laut Internet.

Da ich nun die meisten der älteren Songs problemlos auf Expert schaffe, und viele der neuen auf Hard, wollte ich mich an die nächste Stufe herantasten: meinen Lieblingssong auf Expert+.

Also probierte ich es erst mit dem Übungsmodus auf 75% der Geschwindigkeit bis ich’s schaffte, dann 80% und dann 100%. Bei letzterem war ich froh, wenn ich über das Intro hinweg kam, weil ich dann eigentlich auch immer den Refrain schaffte und das deutlich weniger frustrierend war als nach 30 Sekunden das Level neustarten zu müssen. Aber danach kommt der Rap-Part und der ist mies und die darauffolgenden Refrains werden immer schwieriger.

Samstag habe ich nach einigen Anläufen den Song fast geknackt. Aber nur eben nur fast und ich merkte, dass ich an der Grenze meines Könnens war, Kondition und Geschwindigkeit haben dann auch nachgelassen und ich hörte auf. Aber der Gitarrist in mir wusste: jetzt aufhören und in 2-3 Tagen nochmal versuchen. Dann klappt’s bestimmt. Irgendwas mit Synapsen und Muskeln und so.

UND RECHT HATTE ER:

GESCHAFFT! FUCK YES!

Selten war ich auf einen Video-Spiel Erfolg so stolz, und meine Begeisterung für BeatSaber ist damit nochmal um ein weiteres gewachsen. Ich liebe dieses Spiel, das mich jedes mal zum schwitzen bringt und jedes mal ein kleines Stückchen besser macht. Meiner Apple-Watch gefällt das – und ich merke, wie sich das regelmäßige Workout langsam bemerkbar macht; und das nicht nur in Form von Spiel-Erfolgen.

Ich habe auch ein paar Gedanken dazu, die ich in einem anderen Post formulieren werde, warum ich BeatSaber für ein so großartiges Spiel halte. Aber jetzt wollte ich einfach erstmal meinen Erfolg festhalten.

BeatSaber <3

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Allgemein Linksammlung

Links aus KW16

Eine Frage, die ich mir bei Beginn des Blogs stellte und bislang noch nicht endgültig geklärt habe, ist, wie ich mit Links umgehe. Will ich Dinge verlinken? Will ich in einzelnen Posts auf Dinge verlinken?

Ich probiere jetzt die populäre Form der Linksammlung aus und erstelle zu Beginn der Woche – wobei bereits Mittwoch ist – einen neuen Beitrag und fülle diesen mit Links, die ich interessant finde. Dann, bevor ich eine neuen Beitrag anlege, gehe ich den letzten durch und lösche Links, die ich dann schon nicht mehr relevant oder interessant finde.

Mal gucken wie sich das anfühlt!

Simple Guide to CS Style Game Play

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Eine Übersicht der Spieldynamik und Strategie-Grundlagen für Leute, die gerade bei Valorant einsteigen, und vorher noch nie ein CounterStrike-Style Spiel gespielt haben.

Doom Crossing: Eternal Horizons

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Ich liebe die Animal Crossing / DOOM Crossover Sachen. Das hier ist ein bisschen die derzeitige Spitze.

M4L Device: BiP

https://gumroad.com/valiumdupeuple#WqhvL

Ableton Live hat von Haus aus kein richtiges Bounce In Place, wie man es aus anderen DAWs kennen könnte. Dieses kleine 3€ M4L device ist ein kleines Macro, dass auf Knopfdruck folgendes macht: ausgewählten Track auf Solo stellen, neuen Audio Track mit Resample Input erstellen und eine Aufnahme starten. Es kommt auch direkt mit einem Shortcut für den Push2 daher: Select+Record. Es ist so simpel und so gut, dass ich kein Verständnis dafür habe, dass dieses Feature nicht Nativ in Live integriert ist.

Carpenter Brut – Blood Machines

Carpenter Brut gehört für mich zu meinen absoluten Lieblingskünstlern und zur unangefochtenen Spitze aus dem Bereich Dark Synthwave. Die Trilogie gehörte zu den ersten Platten, die ich mir auf Vinyl kaufen musste und es gibt wenig Alben, die sich derartig schnell einen festen Platz auf meiner All-Time-Favs liste sicherten.

Nun kommt der Herr Brut zwar nicht mit einem Album, aber einem neuen Soundtrack zu einem Film daher. Und es klingt wie es klingen muss.

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Output Bundle Sale

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65% und dann nochmal 35%. Sind zwar keine 100%, aber trotzdem ein sehr guter Deal!

Output machen wirklich, wirklich, wirklich gute Software Instrumente (und meinen wunsch Studio-Schreibtisch) Also Top-Tier Qualität – und haben dabei einen fairen Preis. Nun gibt es einen Sale und sie verkaufen alle ihre Instrumente für einen Preis von insgesamt 519€, statt 2361€. Output hat zwar alle Monate wirklich gute Sales, sodass vermutlich niemand jemals den Vollpreis zahlte, aber dennoch ist das hier schon einer ausserordentlich guter Deal.

Ich werde definitiv zuschlagen, da ich Exhale und Substance schon länger im Auge habe und Portal und Movement schon länger im Einsatz via Splice’s Rent To Buy programms.

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Equipment Musik

Endlich! Overbridge 2.0!

Lange haben Besitzer von Elektron Geräten auf diesen Tag gewartet. Als ich mir vor fast genau 2 Jahren den Digitakt von Elektron kaufte, war die Möglichkeit alle Tracks als Audio zu streamen und das Gerät wie ein VST Instrument bedienen zu können, einer der Kaufgründe. Möglich sollte das mit einer Software namens Overbridge gemacht werden, die für ein paar andere Elektron Geräte bereits existierte – aber für Digitakt und co wartete man auf die 2.0.

Es war mein erstes Elektron Gerät und ich war zu dem Zeitpunkt noch nicht mit der Geschwindigkeit der Firma vertraut. Bei Elektron wartet man etwas länger auf Updates und Releases als man es von anderen Firmen gewohnt sein könnte.

Die Public Beta für Overbridge startete dann vor ca. einem Jahr und ich nutzte meinen Digitakt eine weile als Audio Interface. Heute ist endlich die Vollversion draussen und ich werde einen Teil des heutigen Sonntags damit verbringen, mir den für mich relevanten Teil der Anleitung durchzulesen.

Anleitungen von Musik-Equipment lesen ist übrigens fast schon ein Hobby geworden, denn sie sind in allen fällen aufschlussreicher als jedes YouTube Video oder jede Review sein kann. Weil den Reviewern nicht selten entgehen Funktionen entgehen, von denen sie sich im Video wünschten, sie existierten. Und die Eindrücke und Workflows sind sehr auf die jeweilige Person zugeschnitten – was ja auch Sinnvoll und interessant ist. Nur nicht eben für einen guten Überblick.

Ausserdem gibt eine Anleitung viel Aufschluss darüber, wie es der Firma um Customer Service besteht. Die Anleitungen des Novation Peak oder Arturia Minibrute kann man jeder empfehlen, die sich generell für Klangsynthese interessiert und verschaffen nicht nur einen Überblick, was mit dem jeweiligen Gerät möglich ist, sondern vermitteln auch Wissen darüber hinaus und geben Inspiration und Denkanstöße.

Kurz: RTFM!

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Allgemein

Wie beeinflusst Corona eigentlich gerade mein Leben?

Kurz: Glücklicherweise zum Großteil gar nicht, beim Rest genauso wie jeden anderen auch.

Vorher hatte ich einen Büroplatz in St. Georg zu dem ich beinahe täglich mal mit Auto, mal mit Fahrrad oder mal mit Straßenbahn gefahren. Dazu noch regelmäßig spazieren gehen und alle 2-3 Tage zum Supermarkt.

Und jetzt: Ich arbeite jetzt ausschliesslich von Zuhause und gehe im Moment weder spazieren noch zum Supermartk. Letzteres hauptsächlich weil wir seit ca 12 Tagen in selbstauferlegter Quarantäne leben, da Mena ein paar sehr milde Symptome bekam und wir kein Risiko für andere darstellen wollten.

Zum Glück hatten sich auch direkt mehrere freiwillig und unaufgefordert gemeldet, eventuelle Einkäufe für uns zu erledigen. Jonas hat einen Einkauf für uns erledigt und Hello Fresh versorgt uns mit Zutaten für die warme Mahlzeit am Tag.

Viel mehr hat sich für mich zum Glück nicht verändert und ich weiss wie glücklich ich mich schätzen kann, dass das so ist.

Damit ich mich mehr bewege, kaufte ich eine Oculus Rift S für Beat Saber und Half Life: Alyx. Allerdings ist mein Gaming PC zu schwach um HL:A so zu spielen, dass ich es wirklich geniessen kann. Beat Saber hingegen liebe ich sehr und versuche es täglich zu spielen – wird aber in der Regel eher jeder zweite Tag.

Ich, nach einer runde Beat-Saber. So richtig schön mit Abdruck.

Allerdings fällt mir dann jetzt doch so langsam die Decke auf den Kopf und ich freue mich sehr darauf in ein paar Tagen wieder zum Supermarkt zu gehen. Vermutlich nehme ich dabei einen Umweg. Einen sehr großen und langen Umweg. Vor allem um andere Menschen herum.

Arbeitstechnisch weiss ich es irgendwie gerade nicht. Eigentlich sollte ich jetzt auch bereits mitten im Sabbatical sein und wollte viel verreisen, Konferenzen besuchen. Foto-Tour mit Alex in Braunschweig machen, und und und.

Ist dank Corona selbstverständlich alles ausgefallen. Und eine bevorstehende Steuernachzahlung trübt das ganze auch mehr als mir lieb ist. Habe noch ein kleines Mini-Projekt aber ein größeres Projekt, das im Raum stand, wurde wegen der aktuellen Situation auf unbestimmte Zeit verschoben.

Joa, also mir geht’s gut. Nicht schlecht und nicht überragend, aber gut.

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Bücher Durchgelesen

Durchgelesen: Kreativität und Selbstvertrauen

Der Schlüssel zu Ihrem Kreativbewusstsein.

Mir fällt es schwer das Buch zu bewerten, da ich mich mit dem Thema Kreativität in den letzten 10 Jahren sehr viel beschäftigt habe und vieles, was das Buch vermittelt, mitlerweile als selbstverständlich empfinde.

Für Leute allerdings, die noch glauben sie oder er sei unkreativ und überzeugt, dass Kreativität eine magische Sache sei, mit der man geboren werde – oder eben nicht – für die oder den ist das Buch eine gute Lektüre. Denn es ist vor allem eine Anekdoten-Sammlung, die beweisen soll, dass jeder Kreativität lernen kann. Darauf ist das Selbstvertrauen im Titel bezogen.

Die Anekdoten sind in der Regel nach dem typischen „self-help“ Schema: Firma hat ein Problem, Person A hielt sich für unkreativ, Person A besuchte den Workshop/Schule oÄ der Autoren Person A probierte Design Thinking und kreatives Problemlösen in der Firma aus, Firma hat irgendeine Art von Erfolg! Und das ist gar nicht so Zynisch gemeint, wie es klingt. Ich bin nur übersättigt mit dieser Form und eindeutig nicht Zielgruppe des Buches.

Auch ist das Buch zwar schon nicht sonderlich lang, keine 300 Seiten, wenn man den Anhang weglässt, aber 2/3 der Länge hätten auch gereicht, denke ich. Am Ende gibt es dann noch ein paar Anregungen, wie man in seiner eigenen Firma ein bisschen kreatives denken fördert. Stellenweise nervt das Bewerben ihrer design school und allem.

3/5

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Angespielt Gaming

Angespielt: Valorant

Valorant ist das neue Hype Spiel von den League of Legends Entwickler Riot Games. Das auf den ersten Blick aussieht wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch.

Es ist derzeit in der geschlossenen Beta und Zugang bekommt man wenn man einige Stunden auf Twitch Valorant auf Kanälen angeschaut hat, die Drops aktiviert haben – und Glück hat einen solchen irgendwann zu bekommen. Zwischenzeitlich schauten 1,5 Millionen Menschen auf Twitch bei Valorant zu. 1,5 Millionen.

Sehr smarter move um Hype zu generieren, Werbung zu machen und den Spieler-Ansturm auf seine Server zu kontrollieren. Alles mit einem Hebel.

Immer wenn es die Chance auf Drops gab, hatte ich einen Stream laufen. Gestern schaute ich nach dem Aufwachen kurz auf mein Handy und sah die Notification, die ich mir im Falle eine E-Mail von Riot Games eingerichtet hatte, schaute nach und:

YEEESSS!!!

Auf den ersten Blick mag es wie eine Mischung aus Counter Strike und Overwatch aussehen. Und ich hatte starke Bedenken ob das eher langsame pacing von Counter Strike mit Hero-Fähigkeiten wie bei Overwatch zusammenpasst.

Die Abilities sind sehr smart gewählt und ausbalanciert. Auch nach über 10 Runden fühlte sich kein Character irgendwie OP an und fühlt sich dabei kein Stück wie Overwatch an, dafür 100% wie Counter Strike, mit interessanten Twitsts hier und da.

Nicht nur der Spiel-Modus, bei dem man entweder eine Bombe (bzw. Spike) legen oder entschärfen muss. Alles, von der Steuerung, den Waffen, das Pacing und den Strategien, fühlt sich absolut wie Counter Strike an. Und dann gibt es eben noch die Abilities on Top und fühlt sich auf einmal sehr viel moderner, frischer und interessanter an. Der bunte overwatchige Art-Style ist auch absolut nach meinem Geschmack. Liebe so stilisierte Art-Styles ja sehr.

Dem Spiel merkt man auch an dass einige Ex-Counter-Strike Pro-Gamer an der Entwicklung des Spiels beteiligt waren. Viele Situationen fühlten sich wie Situationen an, wie man sie bereits in CS erlebte. Und es gibt einige kleine Abweichungen vom CS:GO Prinzip, bei denen ich „YES! SO VIEL BESSER!“ dachte.

Generell hat sich Riot einfach sehr genau angeschaut, was in den letzten 10 Jahren an guten Entwicklungen in competive FPS Spielen stattgefunden hat, hat das alles genommen und mit sehr viel Bedacht auf das CS-Prinzip angewendet.

Zum Beispiel der Runden Beginn: Man kann sich viel mehr auf der Map bewegen und beide Seiten können sich so weit nähern, dass sie häufig nur einen Raum voneinander getrennt sind – allerdings weit genug voneinander, dass man sich weder höhren noch sehen kann. Glaube ich.

Es gibt ein viel besseres Kauf-Menü, in dem alle Waffen auf einmal angezeigt werden, und bei Hover zusätzlich Stats zu der jeweiligen Waffe bekommt. Man kann Käufe rückgängig machen und mit einem Klick Team-Mates darum bitten, eine Waffe zu kaufen – die wiederrum auch nur einen Klick brauchen das zu tun.

Wie in z. B. in Overwatch, gibt es auch automatisierte Sprache. Wenn man also einen Gegner sieht, sagt der Charakter automatisch „Enemy spotted.“ oder auch „Many enemies spotted“. Es gibt ein Ping-System ähnlich wie bei Apex: Legends und Overwatch. Man kann sehr viel und sehr schnell kommunizieren ohne dabei auf Sprache angewiesen zu sein, was ich sehr begrüße, da ich den Sprachchat idR nur in Verbindung mit Leuten benutze, die ich kenne – und dann meistens auch nur über Discord.

Und natürlich darf heutzutage ein relativ komplexes Progressions-System nicht fehlen, um Banner und allerlei Kram freizuschalten. Aber natürlich gibt es auch Skins zu kaufen und da kann ein ganzes Set umgerechnet mal eben schlappe 55 € kosten. Und die Standard-Skins sind alle so generisch, dass die kaufbaren schon attraktiv sein werden. Die bisherigen fand ich leider eher tryhard und meh.

Denn irgendwie will und soll Riot ja auch Geld mit dem Spiel verdienen. Und lieber so, als mit Loot Boxen. Die Skins und freischaltbaren Dinge sind alle auch nur rein kosmetisch.

Bisher gibt es 3 Maps und jede fühlt sich sehr gut ausbalanciert an und jede hat etwas besonderes: 3 Bombspots, Teleporter, oder Seile. Sonst gibt es noch nicht so super viel Inhalt, dafür ist das, was jetzt da ist, super polished und rund.

Nach ein paar Runden, bei der die eine oder andere auch mal 45 Minuten dauerte, und etwa 8 Stunden Spielzeit bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mindestens eine 3 stellige Stundenzahl dieses Jahr in das Spiel stecken werde – was für meine Verhältnisse sehr sehr viel ist.

Ich fühle das Potential, dass Valorant der nächste große eSport Titel wird und freue mich jetzt schon darauf Turniere mit den großen Teams anzuschauen! Im Sommer soll es dann für released werden und ich bin auch sehr auf die Geschichte gespannt, die wohl ähnlich zu Overwatch und Fortnite mit Cinematics und In-Game-Events erzählt werden soll.

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Durchgespielt Gaming

Durchgespielt: DOOM: Eternal

Doom 2016 ist einer meiner Lieblingshooter aller Zeiten und entsprechend freute ich mich auf den Nachfolger Doom: Eternal. Meine Erwartungen waren hoch, aber ich wäre auch schon zufrieden gewesen, wenn es einfach nochmal das gleiche gewesen wäre.

Und es ist alles was Doom 2016 war, multipliziert mit 10 und einer ordentlichen Dosis Adrenalin oben drauf.

Mehr Action, mehr Arena-Fights, mehr Damönen, mehr Gore, mehr zu Entdecken, mehr Meta-Humor, krassere Art Direction, mehr Sprungeinlagen, mehr… Story? Zugegeben, keine krasse ergreifende Story, aber es wird eine sehr umfangreiche und interessante Welt erschaffen – wenn man denn Lust hat sich die Texte durchzulesen.

Wenn man wirklich etwas zu meckern haben möchte, ist es der Anfang. Der fühlte sich beim ersten mal etwas merkwürdig an, weil das Ende von Doom 2016 nicht mit dem Anfang von Doom: Eternal zusammenpassen. Auf einmal ist die Erde voller Dämonen. Auf einmal ist man in einem Raumschiff. Was ist passiert? Erklärt einem am Anfang keiner so richtig.

Aber nach den ersten Encounten, war ich wieder vollkommen in Doom angekommen und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Ich fühlte mich wieder wie der fucking Doom Slayer, der sich unaufhaltbar durch Horden von Dämonen ballerte.

Dabei hat es den gewohnten knackigen Schwierigkeitsgrad. Nicht nur stumpfes geballer sondern man muss konstant in Bewegung bleiben, auf seine Munition achten, auf seine Health achten, auf sein Armor achten. Verschiedene Gegner haben verschiedene Schwachstellen. Bei dem hier muss ich auf das Teil schiessen, bei dem am besten mit dieser Waffe, oh da sind 4 von denen, schnell eine Eisgranate reinwerfen und mich in 2 Sekunden drum kümmern. Schnell die Ballista aufladen. Huch wo kommt denn auf einmal dieser Große dort her. Erstmal kurz weglaufen und Luft verschaffen und dabei ein paar Raketen in die Masse werfen.

Hach. SO GUT.

Wenn man einmal im Flow ist, hat man leichtes spiel aber passt man einmal nicht auf, bekommt man schnell Probleme. Und ordentlich auf den Sack. So liebe ich das und das Spiel wirkt nie unfair.

Ausser es kommt der Maurauder. Ich hasse den Maurauder und seinen dummen Hund!

Ich hasse dich! Fuck you! Aber ich liebe dich auch ein bisschen. Aber ich hasse dich!

Und alles was bei andere Shootern häufig keinen Spaß macht, wurde bei Doom: Eternal stumpf durch etwas spaßiges ersetzt:

Munition alle? Kleine Dämonen mit der Kettensäge zerschnetzeln. Fast keine Health mehr? Glory Kills! Armor? Einmal den Flammenwerfer in eine Gruppe von Dämonen reinhalten – eine Granate oder Raketenwerfer hinterher, zack Armor wieder zur hälfte voll. Einfach super cleveres Game Design.

Doom: Eternal hat es ausserdem geschafft, dass ich Spaß daran habe, bereits abgeschlossene Missionen nochmal zu spielen. Man behält nicht nur alle seine Skills und kann sich noch besser durch die Horden kämpfen, sondern kann auch noch cheats aktivieren, die in der Welt verstreut sind. zB: unendlicher Berserker Modus, unendlich Quad Damage usw. Und es gibt Herausforderungen, wie eine bestimmte anzahl Dämonen auf eine bestimmte Art und Weise in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Es sieht auch einfach so krass gut aus. Mehrfach blieb ich stehen und schaute mir einfach an, wie gut die Art Direction in diesem Spiel ist.

Und das Ganze ohne ein einziges mal den großartigen Soundtrack zu erwähnen, der für mich wieder das voraussichtliche beste Hybrid Metal Album der letzten und nächsten Jahre ist. Gerade wenn man denkt, dass der Soundtrack jetzt gar nicht mehr intensiver sein kann, kommt irgendein Super Heavy Demon um die Ecke und auch der Soundtrack treibt den Puls passend auf die Spitze.

Und jetzt werde ich mir erstmal alles mögliche an Behind The Scenes, Lore und co reinfahren, was es zu finden gibt und mir den Multiplayer Modus anschauen, den ich bislang komplett ausser Acht gelassen habe. Die Entwickler haben Seasons und sehr viel Replay Value geplant. Ich bin gespannt was es damit auf sicht hat und bin erstmal dem Slayer Club beigetreten.

10/10

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Inspiration Musik

Mit Würfeln Musik machen. Teil 1.

Ich mag Würfel. Einen habe ich fast immer Griffbereit, 3 liegen am Bildschirm und 7 weitere in einem Säckchen, das ich mir vom Schreibtisch aus greifen kann. Das Säckchen enthält eine Sammlung von RPG Würfeln, die ich von Lore Smyth geschenkt bekam.

Der Grund, warum ich sie immer Griffbereit habe ist, dass ich sie im Alltag als Entscheidungshilfe und Inspiration benutze. Ersteres werde ich in einem anderen Post beschreiben, um letzteres geht es in diesem. Wie der Titel schon sagt: wie ich damit Musik mache.

Dazu brauche ich im Grunde nur zwei Würfel: einen W12 und einen W6. Nein, man kann nicht 2 W6 benutzen. Warum nicht, musst du jetzt selbst herausfinden. Ist nicht so schwierig, wirklich, versprochen.

  • W12 legt die Root-Note, den Grund-Ton, fest. Also zB A
  • Mit einem W6 würfle ich 4 mal und erhalte eine harmonische Akkord Folge, basierend auf den Akkorden Major-Skala.

Da ich in der Musik vor allem englischsprachig unterwegs bin, benutze ich vor allem die englischen Begriffe. Also Major statt Dur, Minor statt Moll usw.

Jede Ton-Art hat 7 Grund Akkorde und werden mit römischen Zahlen gekennzeichnet. Für Major sind das I ii iii IV V vi vii˚. Groß bedeutet Major und klein bedeutet Minor. Die ersten 6 können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden und klingen automatisch irgendwie harmonisch. Der Siebte, vii˚, ist ein sogenannter Diminished Akkord und klingt eher dissonant und muss wohl überlegt eingesetzt werden, damit er gut klingt. Und beim Würfeln geht es mir um eine harmonische Basis – also lasse ich den weg (und brauche keinen W7 organisieren)

Aber warum Major? Ist das nicht irgenwann langweilig immer nur fröhliche Musik zu machen? Nein, weil erst nach dem Würfeln so richtig klar wird, welche Ton-Art es eigentlich ist.

Aber warum funktioniert das überhaupt? Dazu ein kurzer Exkurs in die aufregende Welt der Musik-Theorie!

Exkurs in die Musik Theorie Grundlagen! Yay!

Eine der Grundlagen der Musik-Theroie ist zu wissen, dass C-Major und A-Minor aus den selben Noten besteht, nämlich den weissen Tasten.

Nächster Schritt ist dann, zu wissen, dass es die sogenannten Modes gibt und C-Major und A-Minor eigentlich C Ionian und A Aeolean heißen.

Kurz durchatmen und das versuchen zu verinnerlichen denn neben den beiden gibt es noch 5 weitere, die Du dir aber jetzt nicht merken musst: D-Dorian, E-Phrygian, F-Lydian, G-Mixolydian, B Locrian. Und das alles mit den selben Noten: den weissen Tasten C D E F G A B. Also obwohl die Ton-Arten alle anders heissen, bestehen sie aus den selben Noten.

Irgendwo in dem vorangegangenem Absatz hat sich hoffentlich die Frage in den Raum gestellt: wenn alles die selben Noten sind, warum heißen die dann Ton-Arten dann eigentlich anders? Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass die jeweiligens Modes der Reihe nach mit der nächsten Note vorangestellt wurden. Also bei C-Major das C, bei Dorian das D, bei Lydian das F und so weiter. Das ist die Root-Note der jeweiligen Ton-Art. Und Root-Note bedeutet genau das, was der Name suggeriert: die Basis, die Eins, das Zentrum.

Das bedeutet wenn man verschiedene Akkorde mit weissen Tasten spielt, die besonders viele As oder eine Spannung zum Ton A aufbauen, dann ist die Ton-Art A-Minor und so weiter. Das ist alles.

Und nur bei Major – also Ionian – ist der 7. Akkord dimished.

Deswegen benutze ich einen W6 und jeweils Major, um meine Akkorde festzulegen. Es macht am Ende also keinen Unterschied für den Mode und ich gehe dem dissonanten Diminished aus dem Weg. Win Win!

Für meine harmonische Basis würfle ich also den W6 meistens 4 mal, um eine Akkord-Folge zu bekommen. Viele Songs bestehen aus so einer Abfolge und es gibt eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Akkord zweimal vorkommt. Danach lege ich das Tempo fest – je nach dem, was sich in dem Moment für die Akkord-Folge gut anfühlt.

Danach probiere ich allerhand Dinge mit den Akkorden aus, um sie interessanter klingen zu lassen. Inversionen, Übergänge mit sus2 oder sus4, hier und da schmücken mit einer 7th oder 9th oben drauf, rhythmische Spielereien und ZACK ehe man sich versieht, hat man eine harmonische Basis für einen Song und kein leeres Blatt mehr und befindet sich bereits mitten im Songwriting Prozess.

In Teil 2 zeige ich dann ein Beispiel aus der Praxis.