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Durchgelesen

Durchgehört: Do Androids Dream Of Electric Sheep?

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Ich liebe Blade Runner – also den Film – und die ganze Cyberpunk Ästhetik. Homo Deus hat mich in der Stimmung zurückgelassen mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen, aber mir stand der Sinn nach einer Geschichte, nachdem ich eine ganze Reihe von Sachbüchern gelesen hatte.

Die Buchvorlage zu Blade Runner mit dem Titel „Do Androids Dream Of Electric Sheep?“ liegt schon seit ewig auf meinem Pile Of Shame. I, Robot von Asimov liegt dort zwar auch, aber das steht als Buch im Regal – und ich war auf der Suche nach einem Hörbuch.

Also kaufte ich mir Do Androids Dream of Electric Sheep bei Audible für 1 Guthaben.

Knapp über 9 Stunden Hörzeit hat es und ist somit eines der kürzesten Hörbücher, die ich je hörte. Der Sprecher macht einen sehr guten Job und hat ein gutes Repertoire an Stimmfarben, dass man immer weiss, wer gerade spricht.

Nach 6 Tagen hatte ich es durch. Es ist ein hervorragendes Buch, das seinen Ruf absolut verdient hat. Philip K. Dick wirft spannende philosophische Fragen im Hinblick auf künstliche Intelligenz auf und erschafft eine sehr düstere aber bildhafte Welt.

Ausgehend davon, dass das Buch 1968 erschienen ist, kann man sich denken, dass die Welt nicht so richtig gut gealtert ist, das empfand ich aber absolut nicht störend. Ausserdem hat sie ein paar Elemente, die ich sehr interessant und spannend finde. Zum Beispiel die Verbreitung von Empathy Boxen, auf denen man eine Emotion wählen kann.

Ein Thema das in Homo Deus nämlich behandelt wird, ist, dass Emotionen lediglich biochemische Reaktionen seien und man potentiell mit der richtigen Pille, eine bestimmte Emotion auslösen oder unterdrücken könne. Das passiert im Grunde ja schon heute. Die Empathy Boxen gehen daher nur ein paar Schritte weiter – und es sind keine Pillen, die man einnimmt.

Zukunftsvisionen von früher sind ja immer ein guter Spiegel der Zeit sind, in der sie entstanden sind. So hat in DADoES? das Fernsehen eine sehr zentrale Rolle in der Gesellschaft. Buster Friendly, ein Moderator, ist einer der wichtigsten Personen und jeder schaut und kennt seine Sendung und verkündet eine große Nachricht.

Fazit

Sollte man gelesen haben. Irgendwann. Der Film hat bis auf die Welt und einige Charaktere überraschend wenig mit dem Buch zu tun. Es sind jeweils gänzlich eigene Geschichten und ich finde beide gut.

9 Stunden sind schnell gehört – oder in Buchform vermutlich innerhalb eines gemütlichen Sonntags gelesen.

Das ganze Thema des Buches ist seit dem Erscheinen auch schon in unendlich vielen anderen Formaten und Medien abgehandelt worden. Meine beiden Favoriten, die das Thema als Film angehen, sind übrigens Her und Ex Machina.

Werde demnächst mal The Man In The High Castle von Philip K. Dick lesen, da mir sein Stil recht gut gefiel.

★★★★★

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Laut Gedacht Zukunft

XR ist die Zukunft

Marcel fragt in seinem aktuellen Blogpost was nach Smartphone-Apps kommt, nachdem diese nun ihren Zenit erreicht hätten. Er kommt zum folgenden Schluss – aber ihr solltet dennoch den ganzen Post lesen:

Augmented Reality Brillen sind das nächste große Ding. Damit werfe ich keine neue Idee in die Runde, das ist klar. Ich will mich lediglich offiziell festlegen. AR ist die Zukunft. Meine Herleitung ist so einfach wie logisch: Was sonst? Dass unsere Spezies das erste Mal an einem Punkt angekommen sein sollte, an dem wir einfach stagnieren halte ich für unwahrscheinlich. Als würden wir für immer kleine Computer in unseren Hosentaschen mit uns herumtragen.

– Marcel Wichmann

Und ich stimme ihm zu 100% zu.

Vor ein paar Monaten konnte ich mir das alles noch nicht so richtig vorstellen, aber seitdem habe ich nun bald 100 Stunden in VR verbracht und jetzt habe ich ein ziemlich klares Bild davon, wie sich gute AR anfühlen könnte.

Denn gute UI in VR funktioniert so, wie eine UI auch in AR funktionieren könnte – also weitestgehend. Das ist zwar auch ein Bereich, der noch in seinen Kinderschuhen steckt, aber schon eine ganze Reihe and Erkenntnissen hervorgebracht hat. Ich finde das alles aber super spannend und aufregend.

Die Rift S hat ausserdem eine sehr rudimentäre AR Funktion, bei der ich sehen kann, was die Tracking-Kameras sehen – also meine Umgebung. In Grautönen und verschwommen, aber mehr als ausreichend, um zum Schreibtisch zu gehen, meine Wasserflasche zu greifen und einen Schluck zu trinken – ohne das Headset abnehmen zu müssen.

Seit etwas mehr als einer Woche denke ich aktiv über VR/AR (oder: XR) nach. Und plötzlich fallen mir ganz viele Szenarien ein, die ein Smartphone als „Helfer im Alltag“ plötzlich ganz schnell archaisch und unpraktisch aussehen lassen würden.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer der großen Hardware-Hersteller die erste AR-Brille für Consumer herstellt und ich denke, dass das gar nicht mehr so lange hin sein wird.

Webstandards für den Umgamg mit XR sind auch schon länger in der Entwicklung.

Augmented Reality in seiner aktuell verbreitetsten Form als Apps auf dem Smartphone werden nur eine kurze Erscheinung sein und sind in den meisten Fällen natürlich nicht mehr als Spielereien und/oder Proof-Of-Concepts und wenig praktisch. Aber sie zeigen prototypisch schon sehr gut, wie gut das alles funktionieren wird. Das Darstellen von virtuellen Elementen im 3D-Raum funktioniert mit aktuellen iOS Geräten die LiDAR-Support haben schon beeindruckend gut:

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Apple arbeitet mit Hochdruck an neuen AR Features und Schnittstellen. Ich bin mir 100% sicher, dass Tim bereits mehrere Iterationen von Apple Glasses (Apple Goggles? iEyes?) Prototypen auf seinem Köpfchen hatte – und bei der Konkurrenz wird es nicht anders sein.

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Allgemein Linksammlung

Kitboga

Scammer gehören zum Bodensatz der Welt und Kitboga ist jemand, der gegen Scammer vorgeht, indem er auf ihre Scam-Versuche eingeht und ihre Zeit vergeudet.

Das Ganze nennt man dann Scam-Baiting und das Gute daran ist, dass jede Minute die einer mit so jemanden verbringt, verbringt er nicht mit einem tatsächlichen Opfer. Stark verbreitet ist zum Beispiel der Refund-Scam, der ungefähr so abläuft:

Das Opfer erhält eine E-Mail von „Microsoft“, dass ein Fehler unterlaufen und man ein für einen 500 $ Refund berechtigt sei – oder so ähnlich. Das Opfer müsse sich aber telefonisch melden. Das Opfer ruft dort also an, soll dann zB TeamViewer installieren und sich in seinem Bank-Konto anmelden „damit die Bank-Konten für die Transaktion verbunden werden können“ (lol) der Scammer übernimmt die Kontrolle und macht eins von 2 möglichen Dingen: eine interne Transaktion von Konto A auf Konto B des Opfers, bei dem ihm dann ein „Fehler“ unterläuft und statt 500$ „ausversehen“ 5000 $ transferiert werden. Oder der Scammer bearbeitet den HTML-Code, während der Bildschirm des Opfers geschwärzt wird, und lässt es so aussehen, als habe eine viel zu hohe Transaktion stattgefunden.

Das ist das Stichwort für: „Oh No! I made HUGE mistake. I’m gonna loose my job!“ Oh Nein, schlimm! Was machen wir nun?! „You need to help me! Pleeeaaase!“

Zum Glück hat der Scammer natürlich eine Lösung parat: Gutschein Karten! Natürlich! Zum Beispiel für Google-Play, iTunes, Wal-Mart, BestBuy und co. Also wird das Opfer losgeschickt Gift-Cards in Höhe der Differenz oder aus „Kulanz“ auch weniger zu kaufen, um dem Scammer dann die Codes auf den Karten mitzuteilen.

Kitboga erlaubt sich auf dem ganzen Weg viele Späßchen mit dem Scammer und nimmt dabei verschiedene Rollen an. Er benutzt dabei meistens einen Roland VT-3, um seine Stimme wie die einer Großmutter oder eines Großvaters klingen zu lassen, weil es die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass der Scammer darauf reinfällt und mehr Zeit mit ihm verbringt.

Um Zeit zu schinden, und das ist letztendlich das oberste Ziel der ganzen Sache, lässt er die Scammer allerhand Quatsch machen und es läuft meistens darauf hinaus, dass die Gift-Codes von ihm selbst eingelöst werden. Das ist natürlich nicht im Sinne des Scammers und sofern der Scammer nicht vorher schon auf den Trichter kam, was los ist, löst er das Ganze am Ende auf und versucht mit den Scammern zu reden – was in der Regel nicht gut und nicht lange funktioniert.

Das finde ich nicht nur moralisch eine gute Aktion, sondern hat auch einen großen Unterhaltungswert – und man bekommt Einblicke darin, wie skrupellos Scammer sind und wie sie arbeiten.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele seiner Videos geschaut und häufig nebenbei laufen lassen. Hier eine Empfehlung, bei dem Kitboga den Scammer so tun lässt, als sei er dessen Enkel, der wiederum ein Date mit seiner Nachbarin klar machen soll – und für 1000 $ Hot Dogs kauft:

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Hier nochmal ein Link zu seinem YouTube Kanal.

Kitboga ist mit dem Scam-Baiting nicht alleine auf YouTube und es könnte das nächste YT Rabbit Hole sein in das ich Falle.

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Durchgelesen

Durchgelesen: Talent is Overrated

„What Really Separates World-Class Performers from Everybody Else“ von Geoff Colvin (Partnerlink, Zweite Edition)

Das Buch kaufte ich vor 4-5 Jahren von Dominik, kurz bevor er nach Berlin zog und er seine Büchersammlung auflöste, von der ich ihm einen großen Teil abnahm.

Nachdem ich das letzte Buch abgebrochen hatte, schaute ich in meinen aktuellen Lese-Stapel. Das Buch war darunter, weil ich entschied, dass es an der Zeit ist, es zu lesen – und mir stand der Sinn nach dem Thema, weil ich für mein eigenes Vorhaben gerade etwas motivations- und perspektivlos war.

An sich könnte man die Inhalte des Buches, das auch gerade knapp über 200 Seiten umfasst, in einigen Absätzen zusammenfassen.

Ich versuch’s mal!

Die Vorstellung von Talent, also dass man von Geburt an in einer Sache besonders gut ist, ist falsch. Selbst wenn es sowas wie Talent gibt, was aus evolutionärer Sicht schon schwierig zu begründen wäre, zeigt Studie um Studie, dass es ein Faktor ohne Relevanz ist.

Auch die sehr populäre 10.000 Stunden Regel ist nicht die ganze Wahrheit und ebenfalls irrelevant, wenn man Top-Performer mit den anderen aus dem jeweiligen Bereich vergleicht, in denen sehr sehr viele die Anzahl der Stunden deutlich hinter sich gelassen haben. Denn trotzdem gibt es welche, die deutlich besser sind als andere.

Dabei werden bekannte Beispiele aus diversen Bereichen gezogen, unter Anderem Tiger Woods und Mozart. Beide historisch gut in ihrem Bereich, aber bei näherer Betrachtung keine Spur von Talent und in ihren Anfängen vergleichsweise absoluter Durchschnitt. Sehr beruhigend.

Was Woods, Mozart und andere Unterscheidet, beschreibt Colvin – und viele andere mitlerweile auch – als Deliberate Practice.

Deliberate Practice, also bewusstes, wohlüberlegtes Üben, besteht aus mehreren, sehr wichtigen Elemente:

  • Sie wurde spezifisch dafür designt, die Performance zu verbessern.
  • Sie kann sehr häufig wiederholt werden.
  • Feedback ist durchgehend verfügbar.
  • Sie ist mental sehr fordernd.
  • Sie macht nicht sehr viel spaß.

Wir sind geneigt das zu tun, was wir können, weil das zu tun, was wir können, macht Spaß – bringt uns aber nicht weiter. Also müssen wir das tun, was wir nicht können, was in dem Moment keinen Spaß macht. Wir müssen also in dem Bereich ausserhalb unserer Comfort Zone arbeiten – aber nicht so weit, dass wir nicht mehr verstehen, was passiert.

Das mag frustrierend klingen, ist auf der anderen Seite aber auch eine gute Nachricht: jeder würde es machen, wenn es Spaß machte. Man unterscheidet sich bereits von der Masse, einfach weil man es macht. Die Freude empfinden wir dann, wenn wir es dann geschafft haben – late gratification – um dann die nächste Challenge zu suchen.

Dazu kommen noch Erkenntnisse, dass Performer ab einem bestimmten Level eine andere Wahrnehmung der Dinge haben. Das sind dann die Tennis-Spieler, die beim Aufschlag des Gegners nicht auf den Ball, sondern auf den Spieler achten, die Feuerfehrleute, die Anhand eines Bildes den Verlauf eines Brands voraussagen können. Die Pianistin, die nicht jede einzelne Note hört, sondern Akkorde, Kadenzen und co. Schachspieler, die eine Situation in Bereiche unterteilen etcpp. Kurz: das Ausblenden von unwichtigen Informationen, um schneller die wichtigen Informationen zu sehen kennen die meisten vermutlich aus ihrem Beruf.

Bei mir ist es zum Beispiel die Fähigkeit Code und Dokumentation so zu lesen, dass ich schnell verstehe was er macht oder die für mich relevanten Informationen herauszuziehen, ohne alles gelesen haben zu müssen. Und dann funktioniert’s nicht, weil ich einen Satz übersehen habe, der etwas wichtiges enthalten hat und ich war den ganzen Tag mit Debugging beschäftigt und ja… nun.

Ein Kapitel des Buches geht auch auf Innovation ein. Also wenn ein Top-Performer den Bereich weiterbringt. Innovation sei nichts, was sich spontan ergibt, sondern sei etwas das wachse und aus der Kombination verschiedener, existierender Kenntnisse entstehe.

Ein weiterer Teil beobachtet wie man das ganze Konzept auf Firmen passt. Nachdem man das Vorherige alles gelesen hat, ist hier wenig überraschendes: wenn eine Firma ihre angestellten weiterbringt, bringt es die Firma weiter. Überraschend ist nur, dass das die wenigstens Firmen wirklich machen.

Im letzten Kapitel geht es dann um die Frage, warum sich manche Menschen das Prinzip der Deliberate Practice antun, und andere nicht. Woher kommt die Leidenschaft? Ist die vielleicht angeboren? Nein. Er beschreibt intrinsische und extrinsche Motivatoren, die dazu führen, dass man Leidenschaft für etwas entwickelt oder entwickeln kann.

Beim Schreiben fällt mir nun auf, dass sich das ganze zwar oberflächlich gut zusammenfassen lässt, aber Geoff Colvin das ganze mit einem ganzen Haufen von wirklich interessanten Studien untermauert – der Quellennachweis ist 11 Seiten lang, was bei 200 Seiten Inhalt schon beachtlich ist.

Das Buch liest sich sehr angenehm und sachlich, ganz ohne Übertreibungen, rhetorische Fragen oder… Anekdoten *schauder*.

Ich werde es jetzt noch ein wenig Sscken lassen und vielleicht mal lesen was andere von dem Buch halten, das für mich potentiell die Nr. 1 Empfehlung für das Thema werden könnte.

In dem Buch wird unter Anderem auch „Flow: The Psychology of Optimal Experience“ von Mihaly Csikszentmihalyi erwähnt, das mir in ähnlichen Büchern schon häufiger untergekommen ist.

Das Konzept von Flow, das unter Entwicklern auch gerne mal „Tunnel“ genannt wird, beschreibt den Zustand einer Person, den sie hat, wenn eine Herausforderung genau auf den Skill der Person passt. Nicht zu einfach, um langweilig zu sein und nicht zu schwer um frustrierend zu sein.

Das Buch Flow wanderte nun endgültig in meinen Warenkorb und wird demnächst bestellt.

Fazit

Ich habe bereits einige Bücher gelesen, die grob in die Richtung von Talent is Overrated gehen, trotzdem war viel neues für mich dabei, weil sich bisherige oft von Anekdote zu Anekdote hangelten. Auch ist dieses Buch angenehm Kurz und lässt dabei trotzdem kein Thema aus und geht trotzdem ausreichend in die Tiefe. Es gibt keine konkreten Alltags-Tipps nach dem Schema „You should do this and you’ll be successful“ aber die ganzen Beobachtungen geben einem schon eine Richtung vor, wie man die Dinge angehen sollte, wenn man gut werden möchte.

Daher ist es sehr wahrscheinlich meine neue Go-To Empfehlung für derartige „git gud“-Bücher.

★★★★★

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Allgemein

Podcasts im April 2020

Im Post über Homo Deus erwähnte ich, dass ich zur Zeit lieber Hörbücher höre, weil mir Podcasts zu schnell das Gefühl geben aufholen zu müssen,um nicht mit den Folgen hinterher zu hängen.

Das ist natürlich nicht immer so und es gibt Phasen, in denen ich viel und über Monate hinweg vor allem Podcasts höre. Vor allem auf dem Weg ins Büro und zurück, der gerade entfällt. Oder beim Abwasch oder Aufräumen oder Spazieren etc – also in den Situationen, in denen ich jetzt gerade halt Hörbücher höre.

Dabei verändert sich die Liste der abonnierten Podcasts nicht wirklich stark und eher so über Jahre hinweg, wenn ich das Bedürfnis habe auszusortieren oder einfach mal was Neues hören möchte; oder mir irgendwelche Leute auf die Nerven gehen.

Im Vergleich zu Philips Liste ist meine deutlich kürzer. Aber das ist bei seiner Liste ja keine Kunst. Dafür höre ich sie auf normaler Geschwindigkeit – nur zu lange Pausen werden von Overcast automatisch verkürzt – und bin bei den Themen nicht so wählerrisch. Meist starte ich einfach eine Playlist (bzw Kategorie) oder Alle Episoden und lasse es laufen.

Die Kategorien entsprechen den Playlisten die ich Overcast habe und sind absolut keine Rangliste.

Ausserdem fällt mir hier im Nachhinein auf, dass das aktuelle Blog-Theme keine guten Überschrift-Hierarchien kann. Werde es also mal wechseln – oder mich bald mal um ein eigenes Kümmern.

Arbeitsrelevant

Shop Talk Show

Vor 3 Jahren war dies die Playlist mit den meisten Podcasts, am Ende blieb nur die Shop Talk Show. Ich lernte beide Hosts auf unterschiedlichen Konferenzen BeyondTellerands kennen. Guter Mix aus Unterhaltung, mal Abdriften aber trotzdem auch mal technisch sehr spezifisch, interessante Gäste und viele gespräche über Workflows und co.

https://shoptalkshow.com/

Musik

Es gibt überraschend wenig gute Podcasts mit direktem Bezug zu Musik.

Song Exploder

Der vermutlich bekannteste Podcast aus der Kategorie Musik. Jede Folge erzählt die Geschichte eines Songs, erzählt von dem jeweiligen Musiker. Zeigt einem jedesmal, dass auch die erfolgreichsten Musiker nur „mit Wasser kochen“ und man bekommt manchmal Zugang zu Musik, die vorer unzugänglich war.

http://songexploder.net/

The Mr. Bill Podcast

Mr. Bill macht IDM und ist vor allem bekannt für seine Tutorials auf YouTube für Ableton Live. Er ist ziemlich stark vernetzt in der EDM-Scene und führt sehr lockere Gespräche mit anderen Künstlern. Oft geht es um die Arbeit an sich, Touring, Workflows und generelle Lebensthemen. Aber häufig auch viel um Drogenkonsum – Pilze, LSD, Gras und co.

https://podcasts.apple.com/us/podcast/the-mr-bill-podcast/id1480159954

Why We Bleep

Mylar Melodies ist ebenfalls vor allem durch YouTube bekannt. Er macht videos zu Modularen Synthesizer Modulen des Eurorack Formates und spricht mit anderen Musikern, die nicht zwingend aus der Euro-Rack Szene kommen, über ihre Arbeit, Workflows und co.

https://www.whywebleep.com/whywebleep/

Nachrichten

Ich habe meinen News-Konsum drastisch reduziert, lese unregelmäßig die Wochenausgabe der Zeit als PDF oder in deren e-reader, oder bekomme wichtige Entwicklungen via Twitter Chats (Slack/Discord) mit. Nach 2 Monaten oder so geht mir die Welt zwar nicht weniger auf die Nerven, aber mir geht es besser damit nicht jeden Tag mit der Shitshow konfrontiert zu werden, sodass auch mehr Platz für Lichtblicke und Hoffnung ist!

Corona Virus Update

Hörte ich zu beginn jeden Tag. Jetzt nur alle paar Tage mal, weil so viel wirklich neues gibt es dann ja doch nicht pro Tag, wenn man mal ehrlich ist. Hat mir aber zu Beginn der Corona-Zeit sehr geholfen, eine bessere Perspektive für die Pandemie zu bekommen.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Lage der Nation

Ein Handvoll aktueller Themen werden von Philip Banse und Ulf Buermeyer genauer behandelt. Dabei sind sie stark Faktenorientiert und bringen viel Hintergrundwissen zu aktuellen Ereignissen mit. Jede Folge geht meist so 1.5h, aber danach fühlt man sich gut informiert und up-to-date.

https://www.kuechenstud.io/lagedernation/

Wissenschaft und Geschichten

Mir ist kein besserer Name für die Kategorie eingefallen. Aber es ist die, die ich am liebsten höre. Gut recherchierte und aufbereitete Inhalte. Gerade Radiolab war, als ich’s zum ersten mal hörte, ein Game-Change für mich was meine Wahrnehmung für das Medium Podcast anging.

99% Invisible

99% Invisible, oder ninetynine-p-i, dreht sich hauptsächlich, wie der Name vermuten lässt, um Dinge, die fast nicht sichtbar sind. Also das Design und/oder ihre Geschichte. Von der Geschichte des schlechten Video-Spiels aller Zeiten, über die Fraktur bis hin zu Dark-Design-Patterns in Städten. Oder auch mal über die Geschichte der Farben.

https://99percentinvisible.org/

How I Built This

HIBT erzählt die Geschichte von allerlei Firmen, Startups und co. Egal ob eine Skateboard Marke, Dell, Ben & Jerry oder Instagram. Aber auch viele kleine Firmen, deren Namen man im deutschen Raum nicht kennt.

https://www.npr.org/podcasts/510313/how-i-built-this

Radiolab

Hat kein wirklich spezifisches Thema. Es sind immer Reportagen über alles mögliche. Personen, Ereignisse, Entwicklungen und so weiter. Fast immer, wenn die Frage aufkommt, wenn ich nur einen Podcast empfehlen könnte, ist es Radiolab – oder Reply All.

Viele Folgen klingen auf den ersten Blick uninteressant, aber häufig sind es dann genau die, die mir lange im Gedächtnis bleiben. Zum Beispiel die Folge, bei der es um John Scott ging, der eine spezielle Position in der Geschichte des amerikanischen Eishockeys hat. Da geht es dann um die Menschen und Emotionen und Intrigen (Folge: The Punchline). Oder War of the Worlds, der dann verschiedene Instanzen der gleichnamigen Geschichte mehrfach damals Panik auslösten. Oder die Wissenschaftlerin, die mit einem Delfin zusammenlebte.

Das Ganze ist so hervoragend gut aufbereitet und hat die Messlatte für mich sehr hoch gehängt. Die Moderatoren, die sich Gegenseitig die jeweilige Geschichte erzählen, die dann Nahtlos in Interviews übergehen, in denen von Dingen erzählt wird, die dann mit Live-Aufzeichnungen unterstrichen werden. Man springt von Erzählebene zu Erzählebene und kann dabei richtig in die Geschichten eintauchen.

Heute sind sie in dem Format der multiplen Erzählebenen bei weitem nicht mehr alleine. Aber immernoch gut!

https://www.wnycstudios.org/shows/radiolab/

Reply All

Beschreibt sich selbst als „A show about the internet“ und irgendwie ist das wirklich die passenste Beschreibung, die mir einfällt. Also das Internet im Gesamten – mit allen Facetten. Mal wird es technisch und geht um Verschlüsselung, Scam-Techniken oder ähnliches, mal sind es einfach nur schöne Geschichten, wie zum Beispiel die Suche nach einem Song, der dann mit einer Band im Studio aufgenommen wird und erfährt dabei allerlei über die Hebel der Musik-Industrie. Oder die Geschichte von einer, deren Snapchat Account gehackt wurde.

https://gimletmedia.com/shows/reply-all

Science VS

Mythen und Behauptungen werden auf den wissenschaftlichen Prüfstand gestellt. Also Impfstoffe, Placebo-Effekt, Detox-Getränke, Alkohol, Vaping und und und.

https://gimletmedia.com/shows/science-vs

Stillgelegte Kategorien

Kategorien, die ich zur Zeit gar nicht mehr höre:

  • Fotografie: höre ich hin und wieder noch Candela, wo es vor allem um Cinematography geht, aber aus den restlichen nahm ich nicht so wirklich viel mit.
  • Anekdoten und Sabbelrunden. Also Podcasts wie Radio Nukular, Halbwissen, Fest und Flauschig und co. Wo hauptsächlich 2-3 Personen zusammenkommen und, well, über Dinge reden.
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Bücher Durchgehört

Durchgehört: Homo Deus

Hörbücher gehören für mich schon seit Jahren zum Alltag. Mehr noch als Podcast, die mir häufig das Gefühl von „ich muss, sonst komme ich nicht hinterher“ geben und dann machen sie mir keinen Spaß. Dann lieber ganz entschleunigt ein 17 Stunden langes Hörbuch. Meistens höre ich danach dann kurz von meinen Lieblingspodcast die letzten Folgen durch und bin dann erstmal gesättigt, weil schon wieder eine handvoll neuer Folgen erschienen sind.

Homo Deus von Yuval Noah Harari ist der Nachfolger von Sapiens, das ich direkt vor diesem hier hörte. Da hatte ich aber diesen Blog noch nicht. Ich gab Sapiens 5 Sterne auf GoodReads und es las (bzw hört, aber ich schreibe fortan immer lesen, weil ist doch quatsch) sich wie eine Alternative zu A Brief History of Everything mit mehr Fokus auf kulturelle Entwicklungen, als im Werk von Bill Bryson, das deutlich mehr Fokus auf die Wissenschaft legt. Sapiens ist also quasi die Zusammenfassung vom Anfang der Menschheitsgeschichte bis heute. Natürlich alles sehr populärwissenschaftlich.

Homo Deus stellt die Gegenwart und vor allem Zukunft in den Fokus und beginnt mit der Hypothese, dass der Mensch als Spezies daran arbeite unsterblich bzw. zu Göttern (Mensch 2.0, Homo Deus) zu werden und begründet das auch sehr nachvollziehbar. Es geht auch um sehr philosophische Themen, wie den vermeintlich Freien Willen des Menschen, ob der Mensch nicht auch nur ein Algorithmus sei. Was den Menschen vom Tier unterscheidet, ob es überhaupt einen relevanten Unterschied gibt und so weiter.

Es geht auch um die Entwicklung künstlicher Intelligenzen, was das mit uns als Spezies machen könnte – auch im Hinblick auf politische Systeme, ob wir eventuell unseren Nachfolger erschaffen usw.

Zum Ende wird eine neue Religion beschrieben, die Daten als heiliges Zentrum hat: den Dataismus. Wobei Harari zuvor den Begriff der Religion bereits deutlich breiter definiert hat, als lediglich den Glauben an einen oder mehrere Götter. Dataismus als Sammelbegriff für alles in die Richtung Internet of Things und Quantified Self, dem zu Grunde legt, dass wir bessere Entscheidungen von künstlichen Intelligenzen treffen lassen können, wenn wir mehr Daten über uns als Individuum und Gesellschaft haben.

Dabei schafft Harari es den Leser auf komplexe philosophische Themen so vorzubereiten, dass man nicht überrumpelt wird und den Gedankengängen gut folgen kann – ohne dabei dem Leser seine eigene Meinung aufzudrücken.

Es ist die Sorte Buch, die einem viel Wissen vermittelt, aber am Ende mit mehr Fragen und Gedanken zurücklässt, von denen man nicht dachte, dass es sie gibt. Man denkt auch in den Hörpausen nach, oder muss zwischendurch mal pausieren, um das Gesagte zu verarbeiten.

Manche Passagen waren etwas holprig, was vielleicht auch an der Übersetzung gelegen haben mag und ich schwanke zwischen einer 5 und 4 Sterne Bewertung. Weil ich bei einer 5 in der Regel nicht groß bei der Bewertung nachdenken muss, gibt es daher 4. Halbe Sterne gibt’s hier nicht.

Die Wahrscheinlichkeit ist deutlich größer als Null, dass ich Homo Deus irgendwann nochmal auf englisch lesen werde. Vielleicht gibt es dann die 5.

★★★★☆

Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen – Yuval Noah Harari bei Amazon, ein Partnerlink.

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Gaming

Grafikkarte ausgetauscht. Fazit!

Gestern nach unserem Ausflug kam ganz überraschend doch schon meine neue Grafikkarte, die laut Tracking eigentlich erst Montag kommen sollte und ich baute sie am Abend dann auch direkt ein.

Große, sehr eindrucksvolle und hochwertige Verpackung.

Es war das erste Mal, dass ich eine Grafikkarte ausgetauscht habe. Also fragte ich den PC-Technik-Experten meines Vertrauens, Markus, ob ich was bezüglich der Treiber beachten müsse – da ich auch von Radeon zu GeForce wechselte. Am Ende gab er mir eine unmissverständliche Checkliste:

  1. Nvidia Treiber runterladen.
  2. DDU im abgesicherten Modus durchlaufen lassen und alles entfernen lassen.
  3. Alte Grafikkarte raus, neue Grafikkarte rein.
  4. Ohne Netzwerk booten.
  5. Nvidia Treiber aus 1. installieren.
  6. Mit Netzwerk booten.

Dieses DDU de-installiert den jeweiligen Grafikkarten-Treiber sauberer als man es mit den Windows-Tools machen kann, und löscht auch irgendwelche Registry sachen. Quasi so als hätte ich nie eine Radeon besessen. Ist kein offizielles Tool und sieht auch so aus.

Aber bevor ich das alles gemacht habe, wollte ich einen möglichst guten Vergleich haben und spielte kurz Beatsaber, wo nicht alle Effekte an waren und ich keine Aufnahmen mit OBS machen konnte, DOOM Eternal, wo die Grafik-Einstellungen manuell zwischen niedrig und mittel lagen und am Ende noch einmal 3DMark laufen lassen.

Ich habe leider vergessen von den Spielen Screenshots oder Videos zu machen und habe lediglich einen vom 3DMark Ergebnis. Ich gelobe Besserung in meiner Vorbereitung solcher Dinge!

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Das Ergebnis von 3D Mark vor dem Austausch der Grafikkarte

Der Wert ist für mich super nichtsaussagend, aber ein guter Vergleichswert, um hinterher sagen zu können, die neue Grafikkarte machte meinen PC XX% besser! Time Spy ist aber auch eine schöne Tech-Demo die stellenweise mit ca 14fps aber schon hart geruckelt hat.

Jetzt zum aufregenden Teil:

Der Austausch!

Also ging’s ran ans Werk! Treiber für die neue Karte runtergeladen, den alten mit DDU entfernt und Rechner heruntergefahren, vom Strom getrennt, alle Kabel ab und Gehäuse aufgemacht und natürlich die Heizung angefasst.

Ein Blick ins Gehäuse mit der alten Grafikkarte:

Klassische 1337-Gamer-Optik

Habe sie sehr vorsichtig rausgenommen und in die original Verpackung verstaut, da ich sie ja hoffentlich in 2 Monaten wieder einbauen werde, wenn das neue Gehäuse kommt – und damit nochmal ein Performance Upgrade, da dann auch eine CPU dazu kommt.

Ein Blick ins Gehäuse mit der neuen Grafikkarte:

Getreu dem Namen Black ganz in Schwarz. Auch die Platine ist Schwarz. Ich mag Schwarz. Sehr groß aber irgendwie elegant.

Hätte die Gelegenheit eigentlich auch mal nutzen können ein bisschen Staub aus dem Gehäuse zu entfernen. Nun. Aber so schlimm ist’s ja noch nicht!

Jetzt wurde es spannend! Alle kabel wieder ran, Strom an und zögerlich auf den Einschalter gedrückt..

Trommelwirbel

Es funktioniert! Also so gut wie es eben ohne Treiber funktioniert in schöner 1024×768 Auflösung – oder so. Also direkt den neuen Treiber installiert.

Sieht kaputt aus, muss aber so.

Im Anschluss noch letztes mal neustarten und diesmal auch mit angeschlossenem LAN-Kabel und dann direkt 3D Mark durchlaufen lassen.

Mir fiel fast die Kinnlade herunter. Wo vorher 14fps waren, waren nun ca. 60fps und dazu noch Effekte, die vorher einfach nicht da waren. Alles lief so unfassbar viel besser! Am Ende kommt allerdings bei 3D Mark immer ein CPU Test, der natürlich unverändert schlecht lief.

Das Ergebnis:

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Insgesamt über 3000 mehr! Fast das doppelte!

Beim GPU Test vorher 4019 Punkte und hinterher 9926. Also deutlich mehr als doppelt so gut! Und insgesamt fast das doppelte!

Also noch kurz Beatsaber angeschaut, alle Effekte auf maximum und eine Aufnahme in OBS gestartet (mit Hardware Encoding via nvenc). Wahnsinn. Ich dachte zwar dass BS vorher flüssig lief, aber jetzt ist es gefühlt jenseit der 60fps – und das ist für die Immersion in VR sehr, sehr wichtig.

Kurz darauf habe ich dann direkt Half Life: Alyx von vorne angefangen. Ich kann zwar dank meiner alten i5 CPU nicht auf max spielen, aber immerhin auf mittel – mit ein paar Einschränkungen – aber das wichtigste: es läuft flüssig. Ich habe einen neuen Spielstand gestartet, um mich wieder besser zurecht zu finden und einfach bis 02:15 nachts gespielt – ohne es wirklich zu merken. Wenn Mena mich nicht darauf hingewiesen hätte, dann hätte ich bbestimmt noch 2h oder so weitergespielt.

Aber ich hörte auf, und wenige Minuten später merkte ich dann, wie müde ich vom ganzen Tag eigentlich war. Den DOOM Eternal Vergleich habe ich also auf heute verschoben und jetzt gerade gemacht; und bin direkt wieder Baff: Alle Settings auf Maximum (ultra nightmare) und native Auflösung (2560 x 1440). Nichts ruckelt oder zuppelt. Super flüssig und über 100fps. Geil.

Fazit: ✭✭✭✭✭

Ich bin sehr happy mit der neuen Grafikkarte und freue mich jetzt noch mehr auf die neue CPU – voraussichtlich eine AMD Ryzen 7 3700X. Und kann jetzt endlich die Spiele spielen, die vorher sehr laggy waren – zB Rage 2. Bin für Spiele-Empfehlungen mit heftiger Grafik-Anforderung offen! Eigentlich alles ausser Battlefield/CoD.

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Allgemein Fotografie

Himmelmoor in Quickborn

Nachdem wir nun fast 2 Monate dank Corona die Wohnung nicht so richtig verlassen haben, wollten wir unbedingt mal wieder vor die Tür, ein bisschen Frühlingssonne und frische Luft tanken und vor allem ordentlich die Beine vertreten. Wir entschieden uns für das Himmelmoor in Quickborn und hofften dass dort nicht super viel los sein würde.

Ich nahm meine Kamera mit – machte aber nicht so viele Fotos.

Normalerweise kann man relativ Nah beim Zugang zum Himmelmoor parken, aber der Weg zum Parkplatz war versperrt, sodass wir erst ein bisschen herumfuhren und versuchten über die Alternativ-Routen zum Parklplatz zu kommen.

Nach der 3. Absperrung vermuteten wir, dass wohl das ganze Gebiet abgesperrt ist und fuhren wieder zurück zur ersten um dort einen Parklpatz im Anwohner Gebiet zu suchen – mit Erfolg!

Einige Meter vor der Absperrung fanden wir dann einen kleinen DIN-A4 Zettel, der unsere Vermutung, dass alle Zugänge gesperrt sind, bestätigt hat. Hätte man aber auch so aufhängen können, dass man ihn sieht, wenn man vor der Absperrung steht. Nun. Aber wir waren endlich angekommen.

Es war deutlich voller als wir erwartet haben und die Leute schienen viel sorgloser als angebracht. Wir nahmen stets reichlich Abstand zu anderen Menschen – nur auf kleinen Fußwegen war das schwieriger, bei dem etliche Radfahrer es für Klug hielten, lang zu fahren, um dann abzusteigen und sich schnell aneinander vorbeizuquetschen.

Das Himmelmoor ist schön und wegen des torfigen Untergrunds sehr angenehm zum spazieren. Ich merkte, dass mir das Fotografieren wirklich fehlt, aber so richtig in der Stimmung war ich trotzdem nicht, was ich auch an der Ausbeute der Bilder merkte.

Nachfolgend ein paar Fotos, die ich gerade schnell mit ein paar meiner Go-To-Presets bearbeitete.

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Allgemein Linksammlung

Wintergatan: Learning How To Focus

Wintergatan erlangte vor ein paar Jahren Bekanntheit durch seine Marble-Machine. Eine Maschine, die mit Murmeln Musik macht. Solche Maschinen baut er immernoch und hat einen YouTube Kanal, auf dem er seine Arbeit dokumentiert.

In seinem neuen Video spricht er darüber, wie er seine Ziele erreicht und wie er dafür sorgt, sich auf seine Projekte zu konzentrieren und mit Ablenkungen und co umgeht:

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Im Großen und Ganzen ist es sehr simpel und jedem bekannt, der sich mit der Thematik beschäftig hat: Gute Ziele setzen und Ablenkung vermeiden. Externe Ziele vs interne Ziele. Achievable Goals. Diesdas.

Es ist aber immer wieder erstaunlich, wie schnell man in die genau die Fallen tappt, von denen man weiss, dass sie schlecht für einen sind. Darauf geht er länger ein und schneidet dazu das Thema Dopamin an. Die aktuelle Aufgabe mag uns keinen Spaß bereiten, also holen wir uns Dopamin schnell mit was anderem. Mal eben Twitter checken. Was haben meine Freunde in Discord oder Slack geschrieben? Da ist doch bestimmt was neues, interessantes dabei! Vielleicht hat jemand eine Frage, die ich beantworten kann?! Konnte ich! Geil, erstmal mit einer Runde Animal Crossing belohnen.

Du und ich, wir sind buchstablich süchtig nach Dopamin und Prokrastination ist der Weg zu unserem nächsten Fix.

Wintergatan spricht von einem Dopamin-Detox und davon wie er das gemacht hat. Ich finde das Thema sehr interessant und lese hin und wieder mal ein Buch darüber. Ich finde es immer wieder spannend und vor allem auch erleichternd zu hören bzw. zu sehen, dass erfolgreiche Menschen ganz normale Probleme haben, aber einen Weg gefunden haben, wie sie damit versuchen umzugehen.

Schönes Video, das Inspiration liefert mal wieder in sich zu gehen, und potentiell unnötige Dopamin-Quellen abzuschaffen.

Ich nutze übrigens Pomodoro und Focus, eine App, die Zugriff auf Seiten wie Twitter, Reddit, YouTube und co unterbindet und stattdessen ein motivierendes Zitat anzeigt. Mein Ziel ist pro Tag mindestens 6 Pomodoro-Einheiten (also je 25 Minuten) fokussiert zu arbeiten, was mir je nach anstehender Aufgabe mal mehr und mal weniger gelingt.

Geschrieben während ich mich davor drücke, meine Buchhaltungsdinge für März zu sammeln und meiner Steuerberaterin zu schicken.

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Neues Fidget-Gadget

Meistens habe ich irgendwo in Reichweite etwas, mit dem ich herumspielen kann, ohne viel darüber nachzudenken. Das mache ich gefühlt schon seit immer. Zu Schulzeiten in der Regel mit einem Stift. Später lernte ich sogar ein paar Pen-Tricks!

Das vermittelte bei einigen Lehrern jedoch zu sehr den Eindruck, ich würde mich auf das herumgespiele konzentrieren und nicht auf den Unterricht. Das war zwar quatsch, der Unterricht war natürlich einfach langweilig. Es war mir allerdings den Konflikt auch nicht wert, deswegen kritzelte ich dann nur noch auf einem extra Papier, dass ich leicht verstecken konnte und spielte sonst unauffällig z.B. mit einem Radiergummi herum.

Heute mache ich das noch immer. Noch immer meistens mit einem Stift und häufig mit herumgekritzel. Oder was halt so rumliegt: Zuhause habe ich Würfel und zwei Rubikswürfel, die ich häufig einfach in der Hand habe und damit herumspiele – oder löse, wenn ich 1-2 Minuten auf irgendwas warten muss und sonst Gefahr laufe Twitter, Reddit oÄ zu öffnen. Unterwegs ist es dann der Schlüsselbund oder das Airpod-Case.

Mit diesem „Tick“ bin ich bei weitem nicht alleine und es gibt deswegen natürlich eine Vielzahl an speziellen Fidget-Toys. Einen Fidgetspinner habe ich natürlich, den benutze ich zur Zeit allerdings gar nicht mehr. Den weniger bekannten Fidget-Cube hätte ich zwar gerne, da sind mir die guten nur zu teuer und das ganze nicht wichtig genug.

Mena hat neulich einen 3er Pack von einem Fidget-Toy bestellt und mir einen davon geschenkt:

Zwei Ringe, die man ineinander oder der länge nach bewegen kann. Haptisch sehr angenehm und es bietet genug Bewegungsmöglichkeiten, damit es nicht zu einem motorischen Automatismus wird. Und fühlt sich gut in der Hand an.

Warum mache ich das überhaupt? Es hilft mir dabei mich zu konzentrieren und meine Gedanken wieder auf das zu fokussieren womit ich eigentlich beschäftigt sein wollte, falls wenn meine Gedanken abgedriftet sind.

Klügere Leute als ich haben dazu Studien gemacht, und das deutlich besser formuliert. Ich nahm aus Zusammenfassungen allerdings nur mit, dass es okay ist das zu machen, ich nicht bekloppt bin und Leuten tatsächlich helfen kann.

Scheinbar werden diese Fidget-Toys als „Flippy Chain“ bezeichnet. Wir haben welche von mciskin. Ich glaube jedoch nicht, dass es wirkliche Unterschiede zwischen den Herstellern gibt.