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Blender

Weekly Blenderdump #2

Vor ein paar Tagen habe ich bei anderen Artists auf Twitter gesehen, dass sie kleine Experimente und ähnliches häufig in einem Thread zusammenfassen. Die Idee gefiel mir und deswegen erstellte ich einen Thread, in dem ich auch mal Kommentarlos einfach ein bis vier Renderings aus Blender reinwerfen kann. Aber dort landet nichts, was nicht auch im weekly dump landen wird. Ist also RSS der Konsumweg Deiner Wahl (Danke <3!), verpasst Du absolut gar nichts.

Diese Woche habe ich wieder fast gar nicht gemoddelt und bin damit von meinem urpsrünglichem Lehrplan eeetwas abgewichen. Aber als ich den machte, hatte ich ja noch wirklich keine Ahnung. Mir machen diese prozeduralen, abstrakten Bilder und Animationen, gerade sehr, sehr viel Spaß und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Dafür habe ich sehr viel über Shader in Blender gelernt und mein Mind ist einige Male explodiert.

Kommende Woche möchte allerdings ich mindestens ein etwas umfangreicheres Projekte angehen und ein paar Methoden kombinieren. Die bisherigen Renderings aus dieser Woche haben nie länger als 30 Minuten gedauert zu erstellen – was auch einer der Hauptgründe für den unfassbaren Spaß ist, den ich dabei habe.

Ein paar Ideen habe ich auch schon und das geht dann auch wieder in die VJ Loop Richtung, die wieder mehr mit meinem ursprünglichen Plan zusammenpasst. Ausserdem habe ich den Blender-Drang einigermaßen unter Kontrolle, sodass ich auch mit meiner EP vorran gekommen bin.

Alle Renderings sind übrigens mit der Eevee Engine in Blender erstellt und liefen quasi in Echtzeit im Programm und das richtige Rendern hat auch nur selten länger als 5 Sekunden gedauert.

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Durchgehört

Durchgehört: 21 Lektionen für das 21 Jahrhundert

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Heute beendete ich das Hörbuch von 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert. Ein gutes Buch, das sich sehr gut in die Reihe seiner Bücher einfügt.

Viele Punkte aus den vorangegangenen Büchern wurden nochmal aufgegriffen und eine Reihe von Fragen nochmal genauer beleuchtet. Was sollen wir unseren Kindern beibringen, wenn wir nicht mehr wissen können, wie die Welt in 20 Jahren aussieht? Warum gibt es Religion? Auf welche Weise kommen faschisten an die Macht? Was ist der Unterschied zwischen Bewusstsein und Intelligenz? Wer soll entscheiden, wie sich künstliche Intelligenzen entscheiden?

So unterschiedlich die Fragen auch sind, irgendwie gibt es einen immer einen fliessenden Übergang und jedes Thema wird sehr tief und auf einer philosophischen Ebene. Viele Denkanstöße in verschiedene Richtung.

Wertung: ★★★★☆

21 Lektionen für das 21. Jahrhundert bei Amazon (Partnerlink)

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Mein Hello Fresh Eindruck nach 3 Monaten

Seit Anfang Februar besteht unsere Hauptmahlzeit des Tages aus den Zutaten und Rezepten, die uns von Hello Fresh geliefert werden. Es gibt Dinge, die mich stören und Dinge, die ich mag.

Ich hatte das starke Bedürfnis wieder zu Kochen und wollte dafür den Weg des geringsten Widerstands gehe. Philipp hatte gerade einen Hello Fresh Gutschein und so probierte ich das mal aus und habe es bis heute noch laufen: 5 Mahlzeiten pro Woche, für 2 Personen, inklusive Versand ca. 60€.

Weit entfernt von günstig, vor allem wenn ich bedenke, dass ich dafür eine ganze Weile den ganzen Einkauf für eine Woche bezahlt hatte, als ich das letzte mal wirklich viel kochte – und Hello Fresh nur eine Mahlzeit abdeckt.

Selber Kochen ist nunmal deutlich günstiger – dafür auch Aufwändiger. Das ist Common Sense. Aber Ziel war ja nicht günstig, sondern möglichst wenig Arbeit: kein Einkaufen und kein Rezepte überlegen. Und dafür ist Hello Fresh wirklich perfekt!

Ich bin jetzt nicht riesiger Fan, finde das Konzept aber gut. Aber nach etwa 3 Monaten sind sich die Gerichte dann doch immer relativ ähnlich. Zwischendurch gibt es wirklich gute und leckere Rezepte, aber auch oft die gut 10€ bei weitem nicht Wert. Die Verderblichkeitsvorgabe – also die vorgeschlagene Reihenfolge der Rezepte – ist häufig quatschig. Hatte es schon mehrfach, dass Gerichte mit Champignons oder Austernpilzen als letztes gekocht werden sollten… Lieber nicht. Und es ist deutlich mehr Müll.

Und eine Sache fehlt in irgendeinem Gericht auch sehr häufig. Das kann dann auch schonmal eine Hauptzutat sein und ist frustrierend, wenn man sich auf das Gericht besonders gefreut hat.

Kochen macht mir noch immer Spaß, aber jetzt wird mir das allmählich doch zu teuer. Um mich langsam wieder an eigene und Rezepte aus Kochbüchern und die notwendige Wochenplanung für den Einkauf zu gewöhnen, reduziere ich jetzt Hello Fresh erstmal auf 2-3 Gerichte.

Ist wirklich angenehm sich für ein paar Mahlzeiten wirklich gar keine Gedanken machen zu müssen, aber trotzdem kochen zu können.

Wertung: 4/5

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Blender

Blender Woche 1

Gut, dass ich im letzten Post bereits ansprach, wie Blender mich jedesmal komplett mitnimmt und ich dann nur wenig Aufmerksamkeit für andere Dinge habe. Ich habe es mir diese Woche aber mal gegönnt ein paar andere Themen weniger zu beachten, denn ich hatte so viel Spaß mit Blender wie schon lange nicht mehr – Gaming und Musik inklusive.

Ich hab ja eine grobe Idee, wo ich mit der Sache hin möchte und habe ein paar Meilensteine definiert auf die ich nun hinarbeiten kann, weil ich gefühlt so 3/4 der Werkzeuge dafür bereits habe – und den Rest lerne ich unterwegs.

Das ist überhaupt eine Sache, die mich an Blender fasziniert – und wahrscheinlich auf alle Arten von 3D Software zutrifft: auf den ersten Blick sieht alles super komplex und kompliziert und tief aus, aber nach nur einer Woche habe ich nun das Gegenteilige gefühl. Eigentlich sind die Werkzeuge und Mittel relativ überschaubar und einigermaßen zugänglich – mit Ausnahmen. Oft denke ich erst „Das ist bestimmt mega kompliziert.“, um danach festzustellen „Oh, das ging jetzt mit 2 Klicks“.

  • Mesh Modelling
  • Procedural Modelling
  • Keyframe Animation
  • Driver Animation
  • Particle Systems
  • Texturing
  • Shading
  • Rigging

Das sind so grob die Themen, die mich bezüglich Blender in der ersten Woche beschäftigt haben. Ich habe nun einen Zugang zu CGCookie und mache dort weiterhin Tutorials, aber experimentiere auch schon sehr viel auf eigene Faust und die Liste der Dinge, die ich ausprobieren möchte, wird immer länger, sodass ich die Sinnhaftigkeit der Liste anfange anzuzweifeln.

Was mir auch gefällt, und mir vorher gar nicht so bewusst war: man bekommt oft Gelegenheit, um sich einen Fotografen-Hut aufzusetzen. Hat man eine Szene modelliert, kann man in der Szene herumfliegen und einfach ein paar interessante Winkel quasi Fotografieren.

Ich merke, dass ich noch keine Ahnung habe, was ich da für ein Fass aufgemacht habe, sehe mich es aber nicht in ein paar Monaten schliessen. Eher im Gegenteil. Gerade der prozedurale Modeling-Teil fasziniert mich so sehr, dass ich vor 2 Jahren einen kurzen Ausflug in die Houdini-Welt macht, und vorher auch schon viel mit Processing herumspielte. Mir war aber nicht klar, wie gut das auch in Blender geht und ich habe mehr spaß in Blender als ich jemals mit Processing hatte.

Nachfolgend ein paar Renderings aus dieser Woche. Nicht unwahrscheinlich, dass ich in ca. einer Woche wieder einen Sammel-Post schreiben werde um meinen Fortschritt festzuhalten.

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Blender

Blender

Ich verbrachte den heutigen Vormittag damit, dieses mittelmäßige Bild von Donuts zu machen. Es ist nämlich endlich der an der Zeit für mich, Blender zu lernen, und weil Andrew Price aka Blender Guru vor einer Weile sein in entsprechenden Kreisen sehr berühmtes Donut-Tutorial für Blender Version 2.8 aktualisierte, war das logischerweise auch direkt mein erster Anlaufpunkt und ich machte zunächst 2 von 4 seiner Level.

Blender ist eines dieser Themen, bei denen ich mich Zurückhalten muss, da sie mich sonst völlig aufsaugen und ich mich Tagelang mit nichts anderem beschäftigen könnte als Dinge auszuprobieren und YouTube-Tutorials zu schauen – und alles andere dabei liegen bleibt. Ich finde das Thema dermaßen interessant und spannend; sehe mich aber nicht es hauptberuflich machen – sonst wäre das an sich ja kein Problem.

Das löse ich in der Regel damit, indem ich mir ein Datum in der Zukunft setze, ab dem ich mich mit dem jeweiligen Thema beschäftige; meistens in Verbindung mit Zielen und anderen Projekten. Das funktioniert bei mir eigentlich ganz gut, und ich kann in der Zeit bis dahin interessante Links in meine Bookmarks packen – bzw. in die Ressourcen-Tabelle meines Notion. Manchmal sind mir Themen dann auch schon gar nicht mehr so wichtig.

Für meine EP werde ich vermutlich noch ca 2 Wochen brauche, bis ich soweit bin, um mich um Mix und Mastering zu kümmern. Unter anderem landet die fertige EP dann auf allen Audio-Plattformen, Bandcamp, Spotify, iTunes und co – aber ich möchte sie auch auf YouTube und Instagram posten und für jeden Song mindestens einen kleinen Video-Loop machen. Die sieht man häufiger, wenn man Musik via YouTube hört. Relativ kurze Animationen/Videos von z. B. 20 Sekunden Länge, die im Loop laufen.

Bis dahin werde ich ein paar Tutorials machen. Das werden wahrscheinlich wirklich nur ganz simple Phsyics-Simulationen.

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Neues System in Notion

Ich verbrachte einen Teil des Samstags damit, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich derzeit meine Daten verwalte. Also meine Aufgaben, Bücher und andere Ressourcen, Projekte, Ziele im Leben und sowas eben.

Ich stellte fest: hier waren Notizen in Bear, andere in Notion, einige Aufgaben für private Projekte in Trello, das meiste aber in Things. Längere Gedanken zu Themen in Dayone – aber viele auch in Notion; beim Aufräumen fand ich auch einige in Ordnern von iA Writer. Dazu natürlich noch meine Notiz-Bücher.

Genau: Ein heilloses durcheinander. Und sowas nervt mich immens.

Das Datenmodell

Also überlegte ich mir, wie so ein Informatiker, erst einmal ein Datenmodell. Welche Daten lassen sich in welche Gruppen zusammenfassen?

Am Ende kamen Folgende Gruppen heraus:

  • Topics
  • Goals
  • Projects
  • Tasks
  • Thoughts
  • Resources
  • People and Peers
  • Events

Topics sind die oberste Ebene. Alles läuft am Ende auf ein Topic wie Design, Development, Drawing oder Music hinaus – aus irgendeinem Grund mache ich sowas immer auf Englisch, vermutlich weil ich es gewohnt bin Datenmodelle auf Englisch zu machen. Goals sind meine Ziele, die ich grob nach dem ONE Thing Prinzip in verschiedene Zeitgrößen unterteilt habe: Zum Beispiel möchte ich im Bereich Musik in ca. 1 Monat meine EP fertig haben, in 1 Jahr 101 Songs geschrieben haben und in 5 Jahren den Soundtrack zu einem Videospiel produziert haben.

Projekte sollten klar sein. Das sind zum einen Kunden-Projekte, zum anderen eben auch die Chillhop EP, an der ich arbeite – oder Banalitäten wie TÜV am Auto zu erneuern. Es gibt aber auch Projekte, die stets ongoing sind: Netsplit ist eines meiner Musik-Projekte, BLEEPBLOOP.studio ist mein Arbeits-Projekt. Ein Projekt kann einem Ziel zugeordnet werden und wird somit gleichzeitig implizit einem Thema zugeordnet.

Tasks sind Aufgaben, die mit Projekten verbunden sind. Wenig überraschendes hier.

Seit einer Weile habe ich in Notion auch Gedanken zu verschiedenen Themen verfasst. Die sind mal nur so lang wie ein Tweet, können aber auch die länge dieses Blogposts deutlich übersteigen. Ein Eintrag kann auch wieder einem Topic zugeordnet werden.

Resources sind quasi ein Wissenspool. Darin sind Bücher, Links zu Guides und Videos, Projekt Material und auch meine eigenen Erkenntnisse. Das wird auf lange Sicht wohl der Bereich mit den meisten Einträgen sein. Hier hatte ich das zunächst in verschiedene Arten unterteilt (je eine Tabelle für zB Links und Bücher), aber die Eigenschaften der Einträge waren weitestgehend so identisch und im Grunde gehe ich mit Büchern genauso um wie mit Links oder YouTube videos. Ich merke sie mir, ich lese/schaue sie, ich mache Notizen und sie sind häufig relevant für ein Projekt oder Thema.

People and Peers sind Leute mit denen ich direkt Kontakt habe, und zB mit Projekten zusammenhängen, oder Leute mit denen ich keinen direkten Kontakt habe. Zum Beispiel Leute, die mich inspirieren oder eine Art Vorbildfunktion für mich haben; oder Autoren von Büchern, Artikeln etc, die in Resources eingetragen sind.

Events sind nicht nur Veranstaltungen, sondern auch zB der Release eines Videos Spiels, Turniere eines E-Sport Events und co. Da wäre es cool das irgendwie in meinen Kalender zu bekommen, wo ich sowas im Moment festhalte.

Die Anwendung

Nachdem ich mit dem Datenmodell zufrieden war und ein paar mögliche Szenarien ausprobierte und ein paar Edge-Cases abgedeckt hatte, schaute ich mir verschiedene Programme an.

Notion wäre meine erste Wahl, aber hat ein paar Punkte, die mich sehr stören: es ist nur online verfügbar ist und einige Funktionen, wie die Suche, sind unangenehm langsam. Am Ende entschied ich aber, dass es derzeit einfach das Beste ist, wenn ich nicht selbst ein System entwickeln will; was ich noch nicht ausgeschlossen habe, aber gerade nicht die Zeit für investieren möchte – ausserdem liegen dort bereits viele Daten so muss ich diese nicht umziehen.

Seit einer Weile kann man in Notion Datenbanken verknüpfen, Mena und andere waren von der Funktion schon lange begeistert. Das schien auch die Perfekte Lösung für mein System zu sein. Nach ein bisschen Herumprobieren, schloss ich mich der Begeisterung an und fing an alle Datengruppen in Tabellen umzuwandeln.

Das bedeutet man kann einen Eintrag in der einen Tabelle mit dem Eintrag in einer anderen Tabelle verbinden. Ich kann mir jetzt also alle relevanten Daten zu einem Projekt innerhalb des jeweiligen Projekts anzeigen, oder eben weit „rauszoomen“ und mir alle Ziele, Projekte, Aufgaben, Personen, Resourcen und Events anzeigen, die mit einem Thema zu tun haben.

Ich sehe auch auf einen Blick, ob ich Ziele habe, für die es kein Projekt gibt, mit dem ich auf das Ziel hinarbeite.

Ich war dann noch den Großteil des Sonntags und einen Teil des Montags damit beschäftigt, mein bisheriges Notion anzupassen und langsam die bisherigen Daten in das neue Format zu bringen. Über die nächsten Wochen hinweg werde ich immer mal wieder Daten aus zB Bear und Trello in mein Notion überführen.

Je mehr ich in mein System eintrage, desto besser gefällt es mir. Das ganze ist auch überraschend leicht zu pflegen. Ich bin mir lediglich noch nicht sicher, ob ich Tasks auch wirklich in Notion haben möchte, da Things da einfach 100 mal besser und schneller ist und ich sehr viel gebrauch von wiederkehrenden Projekten mache.

Ausblick

Ich werde das jetzt ein paar Monate testen und dann eine detaillierte Übersicht über mein System schreiben, sollte ich es dann immer noch so gut finden, wie ich es gerade tue.

Das schöne an den Tabellen in Notion ist ja auch, dass man sie exportieren kann. Sollte ich mir irgendwann die Mühe machen, ein eigenes Programm dafür zu schreiben, dann ist die Überführung der Daten kein Problem.

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Allgemein Linksammlung

Tania Rascia

Irgendwie bin ich gestern auf den Artikel Writing an Emulator in JavaScript von Tania Rascia gestoßen. Gelesen habe ich ihn noch nicht, werde ich aber vermutlich am Wochenende oder Montag, wenn ich meinen nächsten Block für Fortbildung mache. Ich klickte mich aber durch ihre Seite und war Baff.

Sie setzt das Konzept des öffentlichen Lernens perfekt um und lernt damit gerade Computer Sciences Fundamentals und JavaScript. Zu jedem Thema auf ihrer sehr langen Lern-Liste, schreibt sie hinterher einen Blogpost in Tutorial oder Guide-Form. Umfassendere Konzepte setzt sie dann mit kleinen und großen Projekten in die Tat um und schreibt zum Beispiel eine Note-Taking Web-App, oder ein MVC Framework in PHP.

Auf diese Weise hat sie mittlerweile eine beachtliche Menge an Open Source Projekten und sehr ausführlichen Anleitungen geschrieben und geht dabei jedesmal sehr gründlich in die Tiefe.

Das hilft ihr sicherlich nicht nur dabei, die Themen besser und tiefer zu verstehen, sondern auch beruflich – und obendrein noch anderen. Quasi Win-Win-Win!

Ich finde das sehr inspirierend und motivierend und möchte ihr das nachmachen.

In welcher Form oder zu welchem Thema ich das machen werde, weiss ich noch nicht; stehen ja ein paar zur Auswahl aktuell: Design, Musik-Theorie, WebXR, Gatsby/React/JavaScript/etc, Fotografie, Sound-Design, Musik-Produktion, Blender?

Aber bringe ich die dann hier unter, oder in jeweils eigenen Seiten, oder als Sub-Seite dieser Seite? Ich hätte diesen Blog ja gerne eher kontemporär und persönlich.

Fragen über Fragen, zu denen ich mir am Wochenende mehr Gedanken machen werde.

Bin auf jeden Fall jetzt Fan von ihr.

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Durchgelesen

Durchgehört: Do Androids Dream Of Electric Sheep?

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Ich liebe Blade Runner – also den Film – und die ganze Cyberpunk Ästhetik. Homo Deus hat mich in der Stimmung zurückgelassen mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen, aber mir stand der Sinn nach einer Geschichte, nachdem ich eine ganze Reihe von Sachbüchern gelesen hatte.

Die Buchvorlage zu Blade Runner mit dem Titel „Do Androids Dream Of Electric Sheep?“ liegt schon seit ewig auf meinem Pile Of Shame. I, Robot von Asimov liegt dort zwar auch, aber das steht als Buch im Regal – und ich war auf der Suche nach einem Hörbuch.

Also kaufte ich mir Do Androids Dream of Electric Sheep bei Audible für 1 Guthaben.

Knapp über 9 Stunden Hörzeit hat es und ist somit eines der kürzesten Hörbücher, die ich je hörte. Der Sprecher macht einen sehr guten Job und hat ein gutes Repertoire an Stimmfarben, dass man immer weiss, wer gerade spricht.

Nach 6 Tagen hatte ich es durch. Es ist ein hervorragendes Buch, das seinen Ruf absolut verdient hat. Philip K. Dick wirft spannende philosophische Fragen im Hinblick auf künstliche Intelligenz auf und erschafft eine sehr düstere aber bildhafte Welt.

Ausgehend davon, dass das Buch 1968 erschienen ist, kann man sich denken, dass die Welt nicht so richtig gut gealtert ist, das empfand ich aber absolut nicht störend. Ausserdem hat sie ein paar Elemente, die ich sehr interessant und spannend finde. Zum Beispiel die Verbreitung von Empathy Boxen, auf denen man eine Emotion wählen kann.

Ein Thema das in Homo Deus nämlich behandelt wird, ist, dass Emotionen lediglich biochemische Reaktionen seien und man potentiell mit der richtigen Pille, eine bestimmte Emotion auslösen oder unterdrücken könne. Das passiert im Grunde ja schon heute. Die Empathy Boxen gehen daher nur ein paar Schritte weiter – und es sind keine Pillen, die man einnimmt.

Zukunftsvisionen von früher sind ja immer ein guter Spiegel der Zeit sind, in der sie entstanden sind. So hat in DADoES? das Fernsehen eine sehr zentrale Rolle in der Gesellschaft. Buster Friendly, ein Moderator, ist einer der wichtigsten Personen und jeder schaut und kennt seine Sendung und verkündet eine große Nachricht.

Fazit

Sollte man gelesen haben. Irgendwann. Der Film hat bis auf die Welt und einige Charaktere überraschend wenig mit dem Buch zu tun. Es sind jeweils gänzlich eigene Geschichten und ich finde beide gut.

9 Stunden sind schnell gehört – oder in Buchform vermutlich innerhalb eines gemütlichen Sonntags gelesen.

Das ganze Thema des Buches ist seit dem Erscheinen auch schon in unendlich vielen anderen Formaten und Medien abgehandelt worden. Meine beiden Favoriten, die das Thema als Film angehen, sind übrigens Her und Ex Machina.

Werde demnächst mal The Man In The High Castle von Philip K. Dick lesen, da mir sein Stil recht gut gefiel.

★★★★★

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Laut Gedacht Zukunft

XR ist die Zukunft

Marcel fragt in seinem aktuellen Blogpost was nach Smartphone-Apps kommt, nachdem diese nun ihren Zenit erreicht hätten. Er kommt zum folgenden Schluss – aber ihr solltet dennoch den ganzen Post lesen:

Augmented Reality Brillen sind das nächste große Ding. Damit werfe ich keine neue Idee in die Runde, das ist klar. Ich will mich lediglich offiziell festlegen. AR ist die Zukunft. Meine Herleitung ist so einfach wie logisch: Was sonst? Dass unsere Spezies das erste Mal an einem Punkt angekommen sein sollte, an dem wir einfach stagnieren halte ich für unwahrscheinlich. Als würden wir für immer kleine Computer in unseren Hosentaschen mit uns herumtragen.

– Marcel Wichmann

Und ich stimme ihm zu 100% zu.

Vor ein paar Monaten konnte ich mir das alles noch nicht so richtig vorstellen, aber seitdem habe ich nun bald 100 Stunden in VR verbracht und jetzt habe ich ein ziemlich klares Bild davon, wie sich gute AR anfühlen könnte.

Denn gute UI in VR funktioniert so, wie eine UI auch in AR funktionieren könnte – also weitestgehend. Das ist zwar auch ein Bereich, der noch in seinen Kinderschuhen steckt, aber schon eine ganze Reihe and Erkenntnissen hervorgebracht hat. Ich finde das alles aber super spannend und aufregend.

Die Rift S hat ausserdem eine sehr rudimentäre AR Funktion, bei der ich sehen kann, was die Tracking-Kameras sehen – also meine Umgebung. In Grautönen und verschwommen, aber mehr als ausreichend, um zum Schreibtisch zu gehen, meine Wasserflasche zu greifen und einen Schluck zu trinken – ohne das Headset abnehmen zu müssen.

Seit etwas mehr als einer Woche denke ich aktiv über VR/AR (oder: XR) nach. Und plötzlich fallen mir ganz viele Szenarien ein, die ein Smartphone als „Helfer im Alltag“ plötzlich ganz schnell archaisch und unpraktisch aussehen lassen würden.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer der großen Hardware-Hersteller die erste AR-Brille für Consumer herstellt und ich denke, dass das gar nicht mehr so lange hin sein wird.

Webstandards für den Umgamg mit XR sind auch schon länger in der Entwicklung.

Augmented Reality in seiner aktuell verbreitetsten Form als Apps auf dem Smartphone werden nur eine kurze Erscheinung sein und sind in den meisten Fällen natürlich nicht mehr als Spielereien und/oder Proof-Of-Concepts und wenig praktisch. Aber sie zeigen prototypisch schon sehr gut, wie gut das alles funktionieren wird. Das Darstellen von virtuellen Elementen im 3D-Raum funktioniert mit aktuellen iOS Geräten die LiDAR-Support haben schon beeindruckend gut:

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Apple arbeitet mit Hochdruck an neuen AR Features und Schnittstellen. Ich bin mir 100% sicher, dass Tim bereits mehrere Iterationen von Apple Glasses (Apple Goggles? iEyes?) Prototypen auf seinem Köpfchen hatte – und bei der Konkurrenz wird es nicht anders sein.

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Allgemein Linksammlung

Kitboga

Scammer gehören zum Bodensatz der Welt und Kitboga ist jemand, der gegen Scammer vorgeht, indem er auf ihre Scam-Versuche eingeht und ihre Zeit vergeudet.

Das Ganze nennt man dann Scam-Baiting und das Gute daran ist, dass jede Minute die einer mit so jemanden verbringt, verbringt er nicht mit einem tatsächlichen Opfer. Stark verbreitet ist zum Beispiel der Refund-Scam, der ungefähr so abläuft:

Das Opfer erhält eine E-Mail von „Microsoft“, dass ein Fehler unterlaufen und man ein für einen 500 $ Refund berechtigt sei – oder so ähnlich. Das Opfer müsse sich aber telefonisch melden. Das Opfer ruft dort also an, soll dann zB TeamViewer installieren und sich in seinem Bank-Konto anmelden „damit die Bank-Konten für die Transaktion verbunden werden können“ (lol) der Scammer übernimmt die Kontrolle und macht eins von 2 möglichen Dingen: eine interne Transaktion von Konto A auf Konto B des Opfers, bei dem ihm dann ein „Fehler“ unterläuft und statt 500$ „ausversehen“ 5000 $ transferiert werden. Oder der Scammer bearbeitet den HTML-Code, während der Bildschirm des Opfers geschwärzt wird, und lässt es so aussehen, als habe eine viel zu hohe Transaktion stattgefunden.

Das ist das Stichwort für: „Oh No! I made HUGE mistake. I’m gonna loose my job!“ Oh Nein, schlimm! Was machen wir nun?! „You need to help me! Pleeeaaase!“

Zum Glück hat der Scammer natürlich eine Lösung parat: Gutschein Karten! Natürlich! Zum Beispiel für Google-Play, iTunes, Wal-Mart, BestBuy und co. Also wird das Opfer losgeschickt Gift-Cards in Höhe der Differenz oder aus „Kulanz“ auch weniger zu kaufen, um dem Scammer dann die Codes auf den Karten mitzuteilen.

Kitboga erlaubt sich auf dem ganzen Weg viele Späßchen mit dem Scammer und nimmt dabei verschiedene Rollen an. Er benutzt dabei meistens einen Roland VT-3, um seine Stimme wie die einer Großmutter oder eines Großvaters klingen zu lassen, weil es die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass der Scammer darauf reinfällt und mehr Zeit mit ihm verbringt.

Um Zeit zu schinden, und das ist letztendlich das oberste Ziel der ganzen Sache, lässt er die Scammer allerhand Quatsch machen und es läuft meistens darauf hinaus, dass die Gift-Codes von ihm selbst eingelöst werden. Das ist natürlich nicht im Sinne des Scammers und sofern der Scammer nicht vorher schon auf den Trichter kam, was los ist, löst er das Ganze am Ende auf und versucht mit den Scammern zu reden – was in der Regel nicht gut und nicht lange funktioniert.

Das finde ich nicht nur moralisch eine gute Aktion, sondern hat auch einen großen Unterhaltungswert – und man bekommt Einblicke darin, wie skrupellos Scammer sind und wie sie arbeiten.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele seiner Videos geschaut und häufig nebenbei laufen lassen. Hier eine Empfehlung, bei dem Kitboga den Scammer so tun lässt, als sei er dessen Enkel, der wiederum ein Date mit seiner Nachbarin klar machen soll – und für 1000 $ Hot Dogs kauft:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Hier nochmal ein Link zu seinem YouTube Kanal.

Kitboga ist mit dem Scam-Baiting nicht alleine auf YouTube und es könnte das nächste YT Rabbit Hole sein in das ich Falle.